Ski Alpin

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Zwei Alpin-Bewerbe, nämlich Slalom und Riesenslalom, waren paralympische Bewerbe der ersten Stunde. Sie wurden bei den ersten Paralympischen Winterspielen in ÖRNSKÖLDSVIK 1976, Schweden, ausgetragen. Die Abfahrt gibt es seit den Winter-Paralympics in INNSBRUCK 1984 und der Super-G wurde in LILLEHAMMER 1994 ins Paralympische Programm aufgenommen.

 

Zwei Alpin-Bewerbe, nämlich Slalom und Riesenslalom, waren paralympische Bewerbe der ersten Stunde. Sie wurden bei den ersten Paralympischen Winterspielen in ÖRNSKÖLDSVIK 1976, Schweden, ausgetragen. Die Abfahrt gibt es seit den Winter-Paralympics in INNSBRUCK 1984 und der Super-G wurde in LILLEHAMMER 1994 ins Paralympische Programm aufgenommen.

Besonderheiten

Das „Crack-System“

Die verschiedenen Behinderungsklassen werden mittels Verwendung des „Crack-Systems“ (Faktor entsprechend der Behinderungsklasse, der in die Zeit mit eingerechnet wird) aneinander angeglichen, sodass die Leistungen der AthletInnen trotz unterschiedlicher Schwere der Behinderungen direkt vergleichbar und spannende Rennen garantiert werden können. Es gibt pro Kategorie nur eine/n SiegerIn. Je stärker die Beeinträchtigung desto langsamer läuft die Uhr.

© Allianz

Der Guide

SkifahrerInnen mit Sehbehinderung fahren mit einem Guide. Dieser gibt während des Rennens Anweisungen und Informationen über Funk zur Pistenbeschaffenheit, Schneeverhältnissen, Rhythmus oder Torabfolgen. Der Guide fährt immer in einem bestimmten Abstand vor den RennläuferInnen (nicht mehr als zwei Tore im Slalom sonst nicht mehr als ein Tor). Jedes Team hat dabei sein eigens entwickeltes Kommunikationssystem.

Besonderheiten

Das „Crack-System“

Die verschiedenen Behinderungsklassen werden mittels Verwendung des „Crack-Systems“ (Faktor entsprechend der Behinderungsklasse, der in die Zeit mit eingerechnet wird) aneinander angeglichen, sodass die Leistungen der AthletInnen trotz unterschiedlicher Schwere der Behinderungen direkt vergleichbar und spannende Rennen garantiert werden können. Es gibt pro Kategorie nur eine/n SiegerIn. Je stärker die Beeinträchtigung desto langsamer läuft die Uhr.

© Allianz

Der Guide

SkifahrerInnen mit Sehbehinderung fahren mit einem Guide. Dieser gibt während des Rennens Anweisungen und Informationen über Funk zur Pistenbeschaffenheit, Schneeverhältnissen, Rhythmus oder Torabfolgen. Der Guide fährt immer in einem bestimmten Abstand vor den RennläuferInnen (nicht mehr als zwei Tore im Slalom sonst nicht mehr als ein Tor). Jedes Team hat dabei sein eigens entwickeltes Kommunikationssystem. 

Ausrüstung

Der Monoski – ein technisches Meisterwerk

Monoskis sind individuelle Anfertigungen bestehend aus einer Sitzschale aus Karbon – bei der der Schwerpunkt einstellbar ist – mit aerodynamisch geformter Frontabdeckung, mit einem regulierbaren Stoßdämpfer sowie einer herkömmlichen Skibindung inklusive Ski.

© Allianz
© Allianz

Richtungsänderung

Die Richtungsänderungen werden über die Verlagerung des Oberkörpers herbeigeführt. Die speziellen Krückenski werden dabei unterstützend zur Stabilisierung eingesetzt.

Krückenski

Die Krückenski sind spezielle Unterarmstützen mit je einem kleinen Ski am unteren Ende. Sie werden von SkifahrerInnen mit einer Beeinträchtigung an den Beinen genutzt, sind höhenverstellbar und können über ein Drahtseil am Griff in der Neigung verändert werden. Jenseits der Piste dienen sie als Gehstütze zur Fortbewegung.

© Allianz

Ausrüstung

© Allianz

Der Monoski – ein technisches Meisterwerk

Monoskis sind individuelle Anfertigungen bestehend aus einer Sitzschale aus Karbon – bei der der Schwerpunkt einstellbar ist – mit aerodynamisch geformter Frontabdeckung, mit einem regulierbaren Stoßdämpfer sowie einer herkömmlichen Skibindung inklusive Ski.

© Allianz

Richtungsänderung

Die Richtungsänderungen werden über die Verlagerung des Oberkörpers herbeigeführt. Die speziellen Krückenski werden dabei unterstützend zur Stabilisierung eingesetzt.

© Allianz

Krückenski

Die Krückenski sind spezielle Unterarmstützen mit je einem kleinen Ski am unteren Ende. Sie werden von SkifahrerInnen mit einer Beeinträchtigung an den Beinen genutzt, sind höhenverstellbar und können über ein Drahtseil am Griff in der Neigung verändert werden. Jenseits der Piste dienen sie als Gehstütze zur Fortbewegung.

Bewerbe

ABFAHRT

Jede/r AthletIn fährt denselben mit Toren ausgesteckten Kurs den Berg hinunter. Die RennläuferInnen müssen dabei eine geringe Anzahl von Toren passieren. Sie können dabei Geschwindigkeiten bis zu 125 km/h erreichen. Wenn ein Tor ausgelassen wird, wird man disqualifiziert. Wer die schnellste Zeit hat, hat gewonnen.

SUPER-G

Im Super G ist der Lauf etwas kürzer im Vergleich zur Abfahrt aber länger als im Slalom oder Riesenslalom. Die AthletInnen absolvieren einen Lauf und die absolvierte Zeit entscheidet über die Platzierung.

SLALOM

Der Slalom ist eine technische Disziplin. Alle AthletInnen absolvieren zwei Läufe auf unterschiedlichen Strecken. Im Vergleich zu den anderen Disziplinen wird über eine kurze Distanz gefahren es sind aber deutlich mehr Tore im Kurs gesetzt. Die Zeit der beiden Läufe wird am Ende addiert.

RIESENSLALOM

Im Riesenslalom werden ebenfalls zwei Läufe auf unterschiedlichen Strecken absolviert und die erreichten Zeiten addiert. Es ist eine technische Disziplin mit einem längeren Lauf und weniger Toren als im Slalom.

SUPER-KOMBI

Die Super-Kombi ist ein Kombinationswettbewerb bestehend aus einer Abfahrt oder einem Super G und einem Durchgang im Slalom. Die beiden Ergebniszeiten werden addiert.

Klassifizierung

Grundsätzlich können innerhalb aller Sportklassen drei Hauptkategorien unterschieden werden:

Die stehenden Klassen, die sitzenden Klassen und die Klassen der SportlerInnen mit Sehbeeinträchtigung.

Klassen

LW1-9

stehende Klassen

Klasse LW1

Doppelt beinamputierte RennläuferInnen, die mit zwei Skiern und zwei Stöcken oder zwei Krückenskiern fahren: doppelt oberschenkelamputiert, ober- und unterschenkelamputiert, ausgeprägte Muskelschwäche in beiden Beinen, ausgeprägte Athetose, Ataxie in beiden Beinen

Klasse LW2

RennläuferInnen mit Behinderungen an einem Bein, fahren mit Krückenskiern oder Stöcken (mit einem Ski): einseitig amputiert, oberschenkelamputiert, Hüft- und Kniegelenksversteifung, Muskelschwäche in einem Bein

Klasse LW3

RennläuferInnen fahren mit zwei Skiern und Prothesen: doppelte Unterschenkelamputation, leichte Muskelschwäche in beiden Beinen, Athetose und Ataxie, eingeschränkte Bewegungskoordination in den Beinen

Klasse LW4

RennläuferInnen mit Behinderungen an einem Bein aber weniger Bewegungseinschränkung als LW2, die mit zwei Skiern und zwei Stöcken fahren: einseitig unterschenkelamputiert, Vorfuß amputiert, einseitige Hüftgelenks- oder Kniegelenksversteifung, Muskelschwäche in einem Bein

Klasse LW5/7

RennläuferInnen mit Behinderungen an beiden Armen, fahren auf zwei Skiern, aber ohne Stöcke: beidseitige Amputation oberhalb der Ellbogen oder andere gleichwertige Beeinträchtigungen, die eine Verwendung von zwei Skistöcken nicht zulassen

Klasse LW6/8

RennläuferInnen mit Behinderung eines Armes, die auf zwei Skiern und mit einem Stock fahren: einseitig armamputiert, einseitig handamputiert oder andere gleichwertige Beeinträchtigungen, die nur eine Verwendung von ein Skistock zulassen

Klasse LW9

RennläuferInnen in dieser Klasse fahren mit ein oder zwei Skiern/Stöcken je nach Behinderung: sie haben Beeinträchtigungen, die Arme und Beine betreffen oder Koordinationsprobleme aufgrund von Spastizität oder einer Hemiplegie

LW10-12

sitzende Klassen

Klasse LW10

RennläuferInnen haben keine oder minimale Rumpfstabilität beispielsweise aufgrund von Rückenmarksverletzungen oder Spina bifida. Aus diesem Grund sind sie vor allem auf ihre Arme angewiesen, um den Monoski zu steuern.

Klasse LW11

RennläuferInnen haben eine gute Funktionsfähigkeit im oberen Rumpfbereich, aber nur eine eingeschränkte Beweglichkeit im unteren Rücken und in der Hüfte, Ursache sind meistens Rückenmarksverletzungen im unteren Rücken, eine halbwegs gute Gleichgewichtsfähigkeit beim Sitzen

Klasse LW12

RennläuferInnen haben nur eine leicht eingeschränkte Beweglichkeit im Rumpf und in den Beinen, eine gute Gleichgeweichtsfähigkeit beim Sitzen

B1-B3

Klassen der SportlerInnen mit Sehbeeinträchtigung

Klasse B1

RennläuferInnen mit voller Erblindung – Keine Lichtempfindlichkeit auf beiden Augen bis zu Lichtempfindlichkeit, jedoch unfähig, Umrisse oder eine Hand in irgendeiner Entfernung oder Richtung wahrzunehmen

Klasse B2

RennläuferInnen mit sehr starker Sehschwäche – Von der Fähigkeit, die Umrisse einer Hand zu erkennen bis zum Sehvermögen von 2/60 und/oder einem Gesichtsfeld von weniger als 5 Grad

Klasse B3

RennläuferInnen mit starker Sehschwäche – Von einem Sehvermögen über 2/60 bis zu 6/60 und/oder einem Gesichtsfeld von mehr als 5 Grad und weniger als 20 Grad

VIDEOS

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