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Klassifizierung – fairer Wettkampf, gleicher Zugang

Die Paralympics sind der institutionalisierte Wettkampfsport für AthletInnen mit körperlichen Beeinträchtigungen, Sehbeeinträchtigung und mentaler Beeinträchtigung (nur Leichtathletik, Schwimmen und Tischtennis).

Die Paralympics finden immer ca. 14 Tage nach Abschluss der Olympischen Spiele am selben Veranstaltungsort statt. Aktuell gehören 22 Sommer- und 5 Wintersportarten zum paralympischen Programm.

An den Paralympics in RIO 2016 nahmen 4.316 AthletInnen (1.699 Sportlerinnen und 2.647 Sportler) teil. Bei den paralympischen Winterspielen in PYEONGCHANG 2018 gingen 567 AthletInnen (431 Sportler und 133 Sportlerinnen) an den Start. Organisiert werden die Paralympics vom Internationalen Paralympischen Committee (IPC), dem internationalen Dachverband der paralympischen Bewegung.

Das IPC ist zusätzlich als Weltverband für die Verwaltung von neun paralympischen Sportarten (Ski Alpin/Snowboard, Biathlon, Langlauf, Leichtathletik, Gewichtheben, Schießen, Schwimmen und Wheel Chair Dance Sport) zuständig. Alle anderen Sportarten wurden in den vergangenen Jahren in die internationale Sport Fachverbände inkludiert.

Hinweis: SportlerInnen mit Hörbehinderung führen aus historischen und organisatorischen Gründen ihre eigenen Weltspiele (Deaflympics) durch und nehmen nicht an den Paralympics teil. Sie sind weltweit im Comité International des Sports des Sourds (CISS) (Gehörlosensportverband) organisiert.

 

 Das Klassifizierungssystem

Um bei den Wettkämpfen Chancengleichheit für alle AthletInnen herzustellen, werden diese in jeder Sportart in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Dieses System soll sicherstellen, dass wie im Wettkampf für SportlerInnen ohne Behinderung Technik, Taktik, Fitness und mentale Stärke entscheidend sind für den Sieg und nicht die Art der Beeinträchtigung.
Ein Klassifizierungsteam entscheidet über die Zuteilung des/der AthletIn zur jeweiligen Sportklasse. KlassifiziererInnen müssen eine eigene sportartspezifische Ausbildung absolvieren, um Klassifizierungen durchführen zu dürfen.
Da jede Sportart unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten verlangt, hat jede Sportart ihr eigenes Klassifizierungssystem. Eine Einschränkung der Arme wird beispielsweise die sportliche Leistung in einem Laufbewerb weniger beeinflussen als in einem Schwimmbewerb. Aus diesem Grund können auch in einer Sportklasse AthletInnen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zusammengefasst werden, je nachdem, wie sehr die Art der Beeinträchtigung die sportliche Leistung in der jeweiligen Sportart beeinflusst.

Alle SportlerInnen müssen eine IPC-Klassifizierung vor dem Wettkampf vorweisen. Die Klasse kann nach der Evaluation der AthletInnen auch als permanent anerkannt werden. AthletInnen müssen dann vor dem Wettkampf nicht mehr klassifiziert werden. Je nach Art der Behinderung kann es aber sein, dass die Klassifizierung mehrmals im Verlauf der Sportkarriere durchgeführt werden muss. Zum Beispiel können sich Beeinträchtigungen über die Jahre verändern und es muss eine Neubewertung der AthletInnen erfolgen.

SportlerInnen mit körperlichen Beeinträchtigungen können beispielsweise folgende Einschränkungen aufweisen:

AthletInnen mit Paraplegie

Die Paraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren Gliedmaßen.

© Wikipedia

AthletInnen mit Tetraplegie

Die Tetraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren und oberen Gliedmaßen.

© Wikipedia

AthletInnen mit cerebraler Parese

Die Cerebrale Parese ist eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufs und mangelnde Muskelkontrolle aufgrund von Schädigungen eines oder mehrer Steuerzentren im Hirn.

© Wikipedia

AthletInnen mit Amputationen

Fehlen von unteren und/oder oberen Gliedmaßen durch Amputation oder infolge von Geburt an fehlender Gliedmaßen (Dysmelie).

AthletInnen mit Amputationen

Fehlen von unteren und/oder oberen Gliedmaßen durch Amputation oder infolge von Geburt an fehlender Gliedmaßen (Dysmelie).

Einschränkungen der Beweglichkeit der Gelenke

Die volle Beweglichkeit in einem oder mehreren Gelenken ist nicht mehr vorhanden. Akute Krankheiten wie z.B. Arthritis (Entzündung eines Gelenks) sind ausgeschlossen.

Beinlängendifferenz

Bei einem Bein tritt eine eindeutige Verkürzung aufgrund eines angeborenen Defekts oder einer Schädigung auf.

Kleinwuchs

AthletInnen haben eine Körpergröße von 125-145 Zentimeter. Meist sind auch die Gliedmaßen (Arme und Beine) vom Kleinwuchs betroffen, Ursache ist z.B. Achondroplasie, …

SportlerInnen mit körperlichen Beeinträchtigungen können beispielsweise folgende Einschränkungen aufweisen:

AthletInnen mit Paraplegie

Die Paraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren Gliedmaßen.

© Wikipedia

AthletInnen mit Tetraplegie

Die Tetraplegie ist eine Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion der unteren und oberen Gliedmaßen.

© Wikipedia

AthletInnen mit cerebraler Parese

Die Cerebrale Parese ist eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufs und mangelnde Muskelkontrolle aufgrund von Schädigungen eines oder mehrer Steuerzentren im Hirn.

© Wikipedia

AthletInnen mit Amputationen

Fehlen von unteren und/oder oberen Gliedmaßen durch Amputation oder infolge von Geburt an fehlender Gliedmaßen (Dysmelie).

AthletInnen mit Amputationen

Fehlen von unteren und/oder oberen Gliedmaßen durch Amputation oder infolge von Geburt an fehlender Gliedmaßen (Dysmelie).

Einschränkungen der Beweglichkeit der Gelenke

Die volle Beweglichkeit in einem oder mehreren Gelenken ist nicht mehr vorhanden. Akute Krankheiten wie z.B. Arthritis (Entzündung eines Gelenks) sind ausgeschlossen.

Beinlängendifferenz

Bei einem Bein tritt eine eindeutige Verkürzung aufgrund eines angeborenen Defekts oder einer Schädigung auf.

Kleinwuchs

AthletInnen haben eine Körpergröße von 125-145 Zentimeter. Meist sind auch die Gliedmaßen (Arme und Beine) vom Kleinwuchs betroffen, Ursache ist z.B. Achondroplasie, …

Informationen zu SportlerInnen mit Sehbeeinträchtigung

Die Sehfähigkeit ist entweder durch eine Störung der Funktion des Auges, des Sehnervs, der Augenstruktur oder des visuellen Cortex im Gehirn (visuelle Funktionen der Großhirnrinde) beeinträchtigt. Die Einschränkung der Sehfähigkeit kann bei den AthletInnen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche haben noch einen Sehrest andere wiederum haben nur mehr ein leichtes bis gar kein Lichtempfinden mehr und es gibt unterschiedlich starke Einschränkungen des Gesichtsfeldes. AthletInnen mit Sehbeeinträchtigung werden vom IPC in die Sportklassen B1-B3 eingeteilt.

B1 - AthletInnen mit voller Erblindung

B1 – AthletInnen mit voller Erblindung: Keine Lichtempfindlichkeit auf beiden Augen bis zu Lichtempfindlichkeit, jedoch unfähig, Umrisse oder eine Hand in irgendeiner Entfernung oder Richtung wahrzunehmen.

B2 - AthletInnen mit sehr starker Sehschwäche

Von der Fähigkeit, die Umrisse einer Hand zu erkennen bis zum Sehvermögen von 2/60 und/oder einem Gesichtsfeld von weniger als 5 Grad.

B3 - AthletInnen mit starker Sehschwäche

Von einem Sehvermögen über 2/60 bis zu 6/60 und/oder einem Gesichtsfeld von mehr als 5 Grad und weniger als 20 Grad.

Informationen zu SportlerInnen mit mentaler Beeinträchtigung

Mentale Beeinträchtigung wird definiert als eine signifikant verringerte Fähigkeit neue Informationen zu verstehen und neue Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden (beeinträchtigte Intelligenz). Dadurch verringert sich die Fähigkeit ein unabhängiges Leben zu führen (beeinträchtigte soziale Kompetenz). Dieser Prozess beginnt vor dem Erwachsenenalter und hat dauerhafte Auswirkungen auf die Entwicklung. Der Schweregrad der Beeinträchtigung kann sehr unterschiedlich ausfallen und zur Feststellung wird folgende Beschreibung in Anlehnung an die „American Association of Intellectual and Developmental Disabilites (AAIDD)“ herangezogen:

Ein Intelligenzquotient (IQ) von höchstens 75,
signifikante Einschränkungen der sozialen Anpassungsfähigkeit in den Bereichen Kommunikation, Selbstversorgung, Wohnen, Sozialverhalten, Benutzung der Infrastruktur, Selbstbestimmung, Gesundheit und Sicherheit, Schulbildung, Arbeit und Freizeit und
die Einschränkung muss vor dem 18. Lebensjahr aufgetreten sein.

Bei den Paralympics managt der Internationale Sportverband für AthletInnen mit mentaler Beeinträchtigung (International Federation for sport for athletes with an intellectual disability – INAS) im Auftrag des Internationalen Paralympischen Committees (IPC) die Klassifizierung für AthletInnen mit mentaler Beeinträchtigung. Bei den Paralympics in LONDON 2012 traten 120 AthletInnen mit mentaler Beeinträchtigung in den Sportarten Schwimmen, Leichtathletik und Tischtennis an.
Neben den Paralympics sind die Special Olympics die größte internationale Sportbewegung für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung und bietet für mehr als 4,2 Millionen AthletInnen (Kinder ab 8 Jahre, Jugendliche und Erwachsene) weltweit in 170 Ländern ganzjährige Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten in 32 verschiedenen olympischen Sportarten an. Diese Sportarten (bzw. ihr Regelwerk) sind so gestaltet, dass möglichst viele Menschen mit mentaler Behinderung daran teilnehmen und sich ihrer Behinderung entsprechend mit annähernd gleich starken Sportlern messen können. Dies ist bei den Paralympics nicht der Fall. Hier wird nur die Auswirkung der mentalen Beeinträchtigung auf die Ausübung sportartspezifischer Bewegungsmuster berücksichtigt, es folgt aber keine weitere Einteilung mehr nach leistungshomogenen Klassen. Zusätzlich müssen die AthletInnen sich im Vorfeld qualifizieren, um an den Paralympics teilnehmen zu dürfen.

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