Inklusion

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Auf dem Weg zur Gleichstellung

Inklusion heißt gemeinsam zu leben.
Inklusion betrifft uns alle. Inklusion heißt Veränderung.
Die UN-Behindertenrechtskonvention hat 2008 „Inklusion“ als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen erklärt. Inklusion (lateinisch „Enthaltensein“) bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
Das heißt: Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht mehr integrieren und an die Umwelt anpassen, sondern diese ist von vornherein so ausgestattet, dass alle Menschen gleichberechtigt leben können – egal wie unterschiedlich sie sind. Das Ideal der Inklusion ist, dass die Unterscheidung „behindert / nicht behindert“ keine Relevanz mehr hat.

Inklusion im Sport:
Nicht erst seit dem Bundessportförderunggesetz/BSFG 2013, in dem die Inklusion rechtlich verankert wurde, ist die gelebte Inklusion eines der obersten Ziele des Österreichischen Paralympischen Committees.

Ein vorgezeichneter Weg:

International wurden die Strukturanpassungen teils deutlich früher umgesetzt. Seit 2006 ist etwa der Internationale Reitsportverband FEI für Para-Reiten zuständig, seit 2007 Para-Cycling in den Welt-Radsportverband UCI und Tischtennis in die International Table Tennis Federation/ITTF inkludiert. Mitverantwortlich dafür ist eine schon 2003 gestartete Initiative des Internationalen Paralympischen Committees/IPC, die die Sportarten top-down inkludiert. Wenn international inkludiert wird, sollen die nationalen Verbände folgen.  

Auch das Internationale Paralympische Commmittee verfolgt den inklusiven Weg und strebt danach, dass die neun noch verbliebenen Sportarten – Biathlon, Gewichtheben, Ice Sledge Hockey, Langlauf, Leichtahtletik, Rollstuhl-Tanz (derzeit nicht paralympisch ausgetragen), Schießen, Schwimmen, Ski Alpin (inklusive Snowboard) -, die derzeit noch vom IPC verwaltet werden, bis 2024 unabhängig und selbständig werden.

Der Zugang zu TrainerInnen und den geeignetsten Trainingsstätten gehört zu den signifikanten Inklusionsauswirkungen. Was die Gleichstellung betrifft, wurden in der jüngsten Vergangenheit aber auch einige echte Meilensteine verwirklicht, etwa, dass mittlerweile 20 Para-SportlerInnen beim Österreichischen Bundesheer angestellt sind und neben optimalen Trainingsmöglichkeiten auch soziale Absicherung genießen.

Der Österreichische Eishockeyverband war der erste Fachverband, der 2013 Mitglied beim ÖPC wurde. Aktuell hat das ÖPC 14 Bundes-Sportfachverbände als Mitglieder, die ihre Sportart bereits inkludiert haben:

Behindertenspitzensport in Österreich – Inklusion der paralympischen Sportarten

Inkludiert in nationale Fachverbände:

Nicht in nationale Fachverbände inkludiert, sondern im ÖBSV:

Projektidee „The next generation“

Vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklung möchte das ÖPC seine Fachverbände bei der Umsetzung der Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention und des Nationalen Aktionsplans Behindertengleichstellung unterstützen.
Um die Umsetzung zu unterstützen, wurde das Inklusionsprojekt „Paralympics 2024/2026 – „The next generation“ – Gemeinsam Talente entwickeln mit den Fachverbänden ins Leben gerufen.
Das Ziel des Österreichischen Paralympischen Committees ist es, mit Hilfe dieses Projekts, seinen Mitgliedern paralympisches Knowhow und Expertise in Form von Workshops zur Verfügung zu stellen, sprich der Wissenstransfer zur Unterstützung des Inklusionsprozesses in der Nachwuchsarbeit der inkludierten Sport‐Fachverbände soll gefördert werden.
Das Projekt wurde vom Bundes-Sportförderungsfonds (BSFF) unterstützt und von der Universität Wien wissenschaftlich begleitet.
Einer der Outputs dieses Projektes war die Rekrutierung von Jugendlichen für den paralympischen Sport. Aus diesem Grund organisierte das ÖPC 2019 mit der Unterstützung von sieben Fachverbänden und dem ÖBSV das Pionierprojekt „Talent Days“, das am 14. Juni in der Südstadt und am 2. Juli in Salzburg/Rif stattfand. 10 verschiedene Sportarten konnten ausprobiert werden.

Das waren die Talent Days 2019 im BSFZ Südstadt & ULSZ Salzburg/Rif

Mit den TALENT DAYS boten wir im Sommer 2019 an zwei Terminen die Gelegenheit, in die paralympischen Sportarten hinein zu schnuppern. Wir suchten junge Sport-Talente – und solche, die von ihren Talenten noch gar nichts wussten – im Alter von 12 bis 18 Jahren. SchülerInnen, Jugendliche, Lehrlinge mit Körper- und Sehbehinderungen, die zeigten, was sie drauf haben oder die einfach gerne eine neue Sportart ausprobieren wollten. Folgende Verbände bzw. Sportarten waren an beiden Standorten vertreten: Badminton, Bogenschießen, Leichtathletik, Radfahren, Rudern, Schwimmen, Segeln, Tennis, Tischtennis und Rollstuhlbasketball.

Bewusstseinsbildung

– Mediales Interesse stetig erhöhen

– Fokus auf die SportlerInnen und deren Leistungen richten

– Networking und Lobbying für den paralympischen Sport betreiben

Unterstützung

– Die Anliegen der SportlerInnen haben oberste Priorität

 – Veranstaltungen und Projekte zur Förderung des paralympischen Jugendsports

Interessensvertretung

– Vertretung des paralympischen Sports national und international
– Impulsgeber für die Bereiche Inklusion und Gleichbehandlung

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