Schwimmen

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Schwimmen ist eine paralympische Sportart der ersten Stunde. Schon bei den Paralympics in ROM 1960 waren die Schwimmbewerbe prominent vertreten.

Generell gelten die gleichen Regeln wie im olympischen Schwimmen es gibt einige Anpassungen.

Schwimmen ist eine paralympische Sportart der ersten Stunde. Schon bei den Paralympics in ROM 1960 waren die Schwimmbewerbe prominent vertreten.

Generell gelten die gleichen Regeln wie im olympischen Schwimmen es gibt einige Anpassungen.

Besonderheiten

STARTPOSITIONEN

So sind unterschiedliche Startpositionen erlaubt. Es darf seitlich neben dem Startblock, auf dem Startblock sitzend mit Unterstützung durch HelferInnen und aus dem Wasser gestartet werden. Die helfende Person darf aber keinen zusätzlichen Schwung geben. Beim Wasserstart muss der Beckenrand berührt werden, man darf dabei Unterstützung durch HelferInnen oder eine Startvorrichtung erhalten.

Wasserstart

© Allianz

Neben dem Block

© Allianz

Auf dem Block sitzend

© Allianz

V. Block stehend mit Hilfe

© Allianz

Auf dem Block sitzend

© Allianz
  • Keine Prothesen oder Hilfsmittel erlaubt
    Alle AthletInnen müssen ohne Prothesen oder andere Hilfsmittel an den Schwimmwettkämpfen teilnehmen.

 

  • Schwimmstilspezifische Anpassungen
    Bei jedem Schwimmstil gibt es je nach Behinderungsgrad unterschiedliche Regelungen. So dürfen beim Brustschwimmen beispielsweise AthletInnen, die nicht in der Lage sind, sich nach der Wende mit einem oder beiden Beinen abzustoßen, einen Armzug ausführen, um die Brustlage zu erreichen.
  • Tapping
    SchwimmerInnen mit Sehbeeinträchtigung können von einer Person (Tapper) mittels Stab der Abstand zum Beckenrand signalisiert werden. Dieser Vorgang wir als „tapping“ bezeichnet, der Helfer als „Tapper“.
© Allianz

Besonderheiten

STARTPOSITIONEN

So sind unterschiedliche Startpositionen erlaubt. Es darf seitlich neben dem Startblock, auf dem Startblock sitzend mit Unterstützung durch HelferInnen und aus dem Wasser gestartet werden. Die helfende Person darf aber keinen zusätzlichen Schwung geben. Beim Wasserstart muss der Beckenrand berührt werden, man darf dabei Unterstützung durch HelferInnen oder eine Startvorrichtung erhalten.

Wasserstart

© Allianz

Neben dem Block

© Allianz

Auf dem Block sitzend

© Allianz

Vom Block stehend mit Hilfe

© Allianz

Auf dem Block sitzend

© Allianz
  • Keine Prothesen oder Hilfsmittel erlaubt
    Alle AthletInnen müssen ohne Prothesen oder andere Hilfsmittel an den Schwimmwettkämpfen teilnehmen.
  • Schwimmstilspezifische Anpassungen
    Bei jedem Schwimmstil gibt es je nach Behinderungsgrad unterschiedliche Regelungen. So dürfen beim Brustschwimmen beispielsweise AthletInnen, die nicht in der Lage sind, sich nach der Wende mit einem oder beiden Beinen abzustoßen, einen Armzug ausführen, um die Brustlage zu erreichen.
  • Tapping
    SchwimmerInnen mit Sehbeeinträchtigung können von einer Person (Tapper) mittels Stab der Abstand zum Beckenrand signalisiert werden. Dieser Vorgang wird als „tapping“ bezeichnet, der Helfer als „Tapper“.
© Allianz

Bewerbe

Wie bei den Olympischen Spielen messen sich die AthletInnen im Freistil-, Rücken-, Delphin- und Brustschwimmen, sowie in Lagenbewerben und der Staffel.

Rücken

50 m – 100 m

Delphin

50 m – 100 m

Lagen

150 m – 200 m

Brust

50 m – 100 m

Freistil

50 m – 100 m – 200 m – 400 m

Staffel

4 x 100 m Freistil & Lagen / 4 x 50 m Freistil Mixed Bewerb

Klassifizierung

Die Zuteilung zu einer Klasse im Schwimmen erfolgt anhand der erreichten Punktezahl in drei unterschiedlichen Testformen:

  • Banktest – motorischer Funktionstest
  • Wassertest – Demonstrationsschwimmen im Wasser
  • Wettkampfbeobachtung – Beobachtung bei einem offiziellen Wettkampf

Bezeichnung der Schwimmarten

S

Freistil – Rücken – Delphin

SB

Brust

SM

Lagen

Klassen

Es gibt 14 Sportklassen, die in drei übergeordnete Kategorien eingeteilt werden:

S1 - S10

AthletInnen mit Körperbehinderung

S1 / SB1 / SM1

SchwimmerInnen, die sehr schwere Koordinationsprobleme in allen vier Gliedmaßen, eine geringe Kontrolle über den Rumpf und Kopf und eine sehr eingeschränkte Vortriebskraft durch die Bewegungen der Gliedmaßen haben.

Dies entspricht einer Tetraplegie oder Polio, vergleichbar mit einer kompletten Querschnittlähmung C5. Weiters sind auch SportlerInnen mit starken Gelenksveränderungen mit stark eingeschränkter Bewegung und Vortriebskraft der Gliedmaßen in dieser Klasse zusammen gefasst.

S2 / SB1 / SM2

Ähnliche Einschränkungen wie Klasse S1, aber diese AthletInnen besitzen mehr Vortrieb, wenn sie ihre Arme und Beine benutzen, d. h. die Bewegungsamplitude der oberen Gliedmaßen ist gering.

Außerdem sind SportlerInnen mit schwerwiegenden Beeinträchtigungen der Skelettmuskulatur in dieser Startklasse vertreten.

Dies entspricht den Einschränkungen durch eine komplette Querschnittlähmung C6/7.

S3 / SB2 / SM3

SchwimmerInnen mit schwerer Spastik an allen Gliedmaßen, schwacher Kontrolle über den Rumpf und den Kopf, einer geringen Vortriebskoordination in allen vier Gliedmaßen, schwere Dysmelien in allen vier Gliedmaßen oder Amputationen aller vier Gliedmaßen mit kurzen Stümpfen, schwere muskuläre Atrophie oder einer alle vier Gliedmaßen betreffenden Arthrogrypose.

Dies entspricht den Einschränkungen durch eine komplette Querschnittlähmung C 7.

S4 / SB3 / SM4

SchwimmerInnen mit Beeinträchtigungen der Skelettmuskulatur, vergleichbar mit einer Tetraplegie unter C8 mit guter Fingerextension, Tetraparese unter C7 oder vergleichbarer Polio, einer alle vier Gliedmaßen betreffenden Arthrogrypose mit mäßigem bis ordentlichem Vortrieb aus den oberen Gliedmaßen und Dysmelien von drei Gliedmaßen.

Für die Startklasse im Brustschwimmen werden hier zusätzlich komplette Querschnitte unter C8 mit guter Fingerstreckung, inkomplette Querschnitte unter C7, komplette Querschnitte TH1-5 und TH1-8 mit schräger Bauchmuskulatur T4/6 zusammengefasst.

S5 / SB3 / SM5

SchwimmerInnen mit angemessener Rumpfmuskulatur und ordentlicher Bewegungsfähigkeit in Schultern und Ellbogen, Körpergrößen nicht mehr als 130 cm (Damen) und 137 cm (Herren) mit anderen Beeinträchtigungen und mit zusätzlichen Problemen beim Vortrieb (nur S-Klasse), Dysmelien in drei Gliedmaßen oder einer alle vier Gliedmaßen betreffenden Arthrogrypose mit mäßigem bis ordentlichem Vortrieb in den oberen und unteren Gliedmaßen und kompletten Querschnitten oder Polio unter TH1-TH8.

Für die Startklasse im Brustschwimmen werden hier zusätzlich komplette Querschnitte unter TH6-TH10, TH9-L1 mit schräger Bauchmuskulatur zwischen TH4/6 und komplette Querschnitte unter C8 zusammengefasst

S6 / SB5 / SM6

SchwimmerInnen mit moderaten Diplegien ohne geeignete Beinfunktion, mit ordentlicher Kontrolle über den Rumpf bis guter Bewegungsfähigkeit in Schultern und Ellenbogen, Hemiplegien mit schweren Einschränkungen im stärker betroffenen Arm (vergleichbar mit kompletten Querschnitten oder Polio unter TH9-L1 mit keiner Beinfunktion für das Schwimmen), Amputationen über dem Ellbogen und über dem Knie an der gleichen Seite, beidseitigen Amputationen über den Ellbogen mit Stümpfen weniger als 1/4, Amputationen von drei Gliedmaßen, Dysmelien mit Armverkürzungen (2/3 des normalen) und Amputationen über dem Knie zusammengefasst. Weiterhin sind AthletInnen mit Koordinationsproblemen, Kleinwüchsige bis 130 cm (Damen) und 137 cm (Herren) (nur S Klasse) in dieser Startklasse vertreten.

Für die Startklasse im Brustschwimmen werden hier zusätzlich komplette Querschnitte unter TH11-L1 mit ohne Beinfunktion fürs Schwimmen, kompletten Querschnitten L2-L3 mit schräger Bauchmuskulatur TH4/6 und Körpergrößen nicht mehr als 130 cm (Damen) und 137 cm (Herren) mit anderen Beeinträchtigungen und mit zusätzlichen Problemen beim Vortrieb (nur SB Klasse) zusammengefasst.

S7 / SB6 / SM7

SchwimmerInnen mit kompletten Querschnitten oder Polio unter L2/L3, moderate Diplegien/moderate Hemiplegien mit Koordinationsproblemen und mit geringen Problemen in Oberkörper und Rumpf, beidseitigen Amputationen unter dem Ellbogen, beidseitigen Amputationen über dem Knie mit Stümpfen kürzer als die Hälfte, Amputationen über dem Ellbogen und über dem Knie der gegenüberliegenden Seite und mit einer gelähmten oberen Extremität und schwer eingeschränkter Beinfunktion und Kleinwüchsige bis 130 cm (Damen) und 137 cm (Herren), nur SB Klasse.

S8 / SB7 / SM8

SchwimmerInnen mit komplettem Querschnitt oder Polio unter L4/L5, mit geringer Hemiplegie, geringer Spastik in den vier Gliedmaßen, beidseitigen Amputationen über dem Knie (Stümpfe länger als die Hälfte und nicht länger als ein Drittel), einseitige Amputationen über dem Ellenbogen oder vollständige Läsion des Plexus Brachialis, beidseitige Handamputationen und schweren Einschränkungen an den Gelenken der unteren Gliedmaßen.

S9 / SB8 / SM9

SchwimmerInnen mit minimalen Schwächen in den Beinen, Polio mit einem nicht betroffenen Bein oder AthletInnen mit leichten allgemeinen Koordinationsschwierigkeiten, einseitigen Amputationen über dem Knie, beidseitigen Amputationen unter dem Knie mit Stümpfen länger als ein Drittel (SB-Klasse länger als ein Viertel), einseitigen Amputationen unter dem Ellbogen (SB-Klasse Stümpfe länger als ein Viertel) und doppelten Amputationen unter dem Ellbogen (Stümpfe länger als die Hälfte) und teilweisen Beeinträchtigungen der Gelenke in den unteren Gliedmaßen oder mit dem Verlust der oberen Gliedmaßen mit einer mehr betroffenen Seite.

S10 / SB9 / SM10

SchwimmerInnen mit Polio und Cauda-Equina Syndrom (S1/2) mit minimalen Auswirkungen auf die oberen Extremitäten, Paresen an einem Bein, schweren Einschränkungen eines Hüftgelenkes, einseitigen Amputationen unter dem Knie (SB-Klasse Stümpfe länger als ein Viertel), beidseitigen Amputationen der Füße, SB-Klasse einseitige Amputation unter dem Ellenbogen mit Stümpfen länger als ein Viertel und Handamputationen, SB-Klasse Erbsche Lähmung, Läsion des Plexus Brachialis oder Verlust der Hälfte der Handfläche (SB-Klasse weniger als ein Drittel).

S11-S13

AthletInnen mit Sehbeeinträchtigung

S11-13 / SB11-13 / SM11-13

SchwimmerInnen mit Sehbeeinträchtigung B1-B3, Klasse 11 AthltetInnen tragen beim Wettkampf blickdichte Schwimmbrillen

S14

AthletInnen mit mentaler Beeinträchtigung

S14 / SB14 / SM14

SchwimmerInnen, die eine anerkannte intellektuelle Beeinträchtigung aufweisen (entsprechend der internationalen Kriterien von INAS und IPC)

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