„Vertraue auf mein Bauchgefühl!“

Yvonne Marzinke steht vor ihrem Karriere-Highlight. Die Para-Radfahrerin wird in Tokyo ihr Debüt bei den Paralympischen Spielen geben. „Das Ganze ist für mich aktuell noch nicht richtig real. Die Vorfreude ist aber schon richtig groß. Da hat die heutige Einkleidung sicherlich einen sehr großen Teil dazu beigetragen“, schmunzelt Marzinke und präsentiert ihr neues Outfit mit großer Begeisterung.

Gemeinsam mit einem Orthopäden wurden für die 45-Jährige die offiziellen Salomon-Schuhe an ihr um vier Zentimeter kürzeres rechtes Bein ideal angepasst. „Dankenswerterweise hat mir Salomon die Schuhe schon vorab zukommen lassen. Somit hatten wir genug Zeit, um die Schuhe ideal anpassen zu können. Sie sitzen jetzt perfekt und fühlen sich richtig gut an“, so die Para-Radfahrerin die seit Jahren mit Gerald Bauer im Olympiazentrum Salzburg trainiert.

Für die in Mondsee lebende Athletin, die seit der Geburt mit einer Behinderung an einem Bein sowie einem Arm konfrontiert ist, hat sich der Radsport schnell als die ideale Bewegungsmöglichkeit herausgestellt. Die Entwicklung der letzten Jahre sollten dieses Vorhaben unterstreichen, auch wenn die 45-Jährige einen Traum im Kopf hat. Irgendwann will sich die ehrgeizige Sportlerin im Triathlon versuchen. Aber aktuell gilt der gesamte Fokus ihrer persönlichen Premiere bei den Paralympischen Spielen in Japan.

Der Funke ist übergesprungen

„Das ÖPC-Team zeichnet ein ganz spezieller Spirit aus. Jetzt, wo ich das erste Mal dabei bin, weiß ich wovon die anderen Sportlerinnen und Sportler immer gesprochen haben. Es fühlt sich unglaublich toll an. Die Paralympics haben für uns alle eine enorme Strahlkraft. Der Funke ist definitiv schon übergesprungen und bei mir angekommen“, schwärmt Marzinke mit einem breiten Grinser im Gesicht.

Durch die einjährige Verschiebung hat sie viel Zeit gewonnen, hat diese zum einen für sich persönlich genutzt, aber hat auch am Materialsektor einiges umgestellt: „Ich habe mich toll weiterentwickelt, speziell im athletischen Bereich und habe in puncto Gleichgewicht viel gearbeitet. Darüber hinaus haben wir beim Material einiges umstellt und sind auf Scheibenbremsen umgestiegen. Wir haben somit das ganze Rad gewechselt, es war nicht mehr kompatibel. Es hat für mich einen enormen Mehrwert, auch wenn der Abstimmungsprozess eine Zeit in Anspruch genommen hat“, erklärt die Gesamtweltcupsiegerin von 2019, die sich in ihrer Freizeit gerne mit Fotografie beschäftigt – ihrer großen Leidenschaft. „Ich mache das immer authentisch und vertraue auf mein Bauchgefühl!“

Der Countdown läuft

In knapp einem Monat beginnt auch für Marzinke das Abenteuer Paralympische Spiele in Tokio. Dem Zufall wird dabei nichts überlassen: Google Maps und ein paar Videos haben schon die ersten Aufschlüsse über das Streckenprofil gegeben. „Wir haben unsere Hausaufgaben bereits gemacht und uns informiert. Es ist zwar in der Praxis dann oftmals ein wenig anders, aber wir haben dahingehend unsere Hausaufgaben gemacht. In den nächsten Tagen werden wir langsam mit dem Umstellungsprozess beginnen, damit wir gut vorbereitet sind“, verrät Marzinke und ergänzt: „Ich möchte meine persönliche Bestleistung abrufen und zeigen, was ich mir in den letzten Jahren im Training erarbeitet habe. Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und ich bin schon gespannt, wie ich mental damit umgehen werde!“

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