Möglicher Jetlag als Sorgenkind

Für Markus „Mendy“ Swoboda sind die Paralympischen Spiele kein Neuland mehr. Der Oberösterreicher, der für den KRV Schnecke Linz im Einsatz ist, war bereits bei der paralympischen Premiere im Kanu 2016 in Rio de Janeiro mit von der Partie, und das mehr als erfolgreich. Nach einer starken Leistung konnte sich der mehrfache Welt- und Europameister über die Silbermedaille freuen.

„Der Moment war damals echt unglaublich für mich – ich erinnere mich noch sehr gerne an den tollen Erfolg zurück. Ein paar Monate später habe ich die Medaille zu Hause gut verstaut und in den fünf Jahren nur einmal für einen Vortrag herausgeholt. Die Silbermedaille ist schön, aber der Augenblick in Rio hat für mich einen viel höheren Stellenwert“, erklärt Swoboda, der seinen Fokus schnell auf Tokio gelegt hat.

Der finale Countdown läuft

Die offizielle Einkleidung sowie die Vereidigung durch Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler sind bereits Geschichte, war aber für die rot-weiß-roten AthletInnen trotz des dichten Programmes ein Erlebnis. „Bei der Einkleidung hat das super gepasst, da hat jeder seinen Slot gehabt und seine Ausstattung bekommen. Die Workshops am zweiten Tag waren für uns Sportlerinnen und Sportler sehr wichtig, auch wenn es sehr viele Informationen auf einmal waren“, so der Paralympics-Silberne von 2016. „Wir wurden gut vorbereitet. Es gibt sehr viele Dinge, auf die wir achten müssen. Angefangen von den Corona-bedingten Vorgaben, bis zu den Bildern und Videos, die wir machen und verwenden dürfen. Wir sollten einfach keine Fehler machen!“

Auch wenn die Vorfreude auf Tokio schon richtig groß ist und der finale Countdown bereits läuft, blickt Swoboda trotzdem mit einem weinenden Auge nach Japan: „Es wartet auf uns eine schwierige Situation. Alles, was ich in Rio geschätzt habe, ist in Japan auf Eis gelegt. Der Austausch mit den anderen Sportlerinnen und Sportler wird wohl schwerer werden. Ich finde es immer interessant, wenn man mit anderen Personen über ihre persönliche Geschichte spricht und wie sie damit umgehen – das wird definitiv fehlen.“

Jetlag als Sorgenkind

In dieser Woche liegt beim 31-Jährgen der Fokus noch auf dem spezifischen Krafttraining, eh dann nur noch im Bereich der Schnelligkeit beziehungsweise der Laktattoleranz gearbeitet wird. „Dadurch wir nur kurze Belastungen haben, ist das das Wetter mit der hohen Luftfeuchtigkeit bei uns kein Problem. Bezüglich des Jetlags mache ich mir mehr Gedanken. Ich hoffe, ich kann mich in Japan schnell darauf einstellen“, gibt der Oberösterreicher einen Überblick.

Swoboda ist in den letzten Jahren, vor allem was die sportliche Leistung angeht, nach eigenen Angaben bescheidener geworden. „Ich hatte eine harte Zeit hinter mir, in der ich viel investiert habe, um im Top-Segment mithalten zu können. Ich will einfach mein Bestes zeigen, und gehe ohne große Medaillenvorstellungen in meine Wettkämpfe“, findet der Para-Sportler schöne Abschlussworte.

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