Legende Legner lebt den Paralympics-Traum

Beinahe wären die Paralympics von Martin Legner vorbei gewesen, noch ehe sie begonnen hatten. Am Flughafen Narita nämlich, als die Tiroler Testzertifikate und die japanische Genauigkeit kein Match bildeten.

Mit vereinten Kräften konnte sich das Doppel Legner und ÖPC-Betreuer nach hartem Kampf gegen die Paarung Volunteers und Sicherheitskräfte knapp durchsetzen. „Der Start war spektakulär. Zum Glück ist alles gut gegangen und ich bin da“, freute sich Legner.

Da bedeutet im Fall des 59-Jährigen: Bei seinen bereits 8. Paralympischen Spielen. Der Zugang ist heute ein anderer als damals, 1992 in Barcelona.

„Die ersten Paralympics sind einfach so dahergekommen. Ich war in der Weltrangliste ganz vorne dabei und hatte einen Startplatz. Bei den letzten beiden Spielen habe ich gemerkt, was für eine große Herausforderung es ist, überhaupt bei den Spielen dabei sein zu können. Also wie toll es ist, wenn man sich qualifiziert und hier mitspielen darf – für sein Land, und für einen selbst.“

ÖTV-Quartett mit dabei

Umso noch schöner ist es, dass Österreich in Tokio gleich vier Rollstuhltennisspieler auf den Platz schicken wird. Neben Legner, der seit einem Paragleitunfall vor 33 Jahren querschnittgelähmt ist, sind das Thomas Flax, Nico Langmann und Josef Riegler.

Mit Letzterem bildet Legner ein Doppel. „Es spricht für die gute Arbeit in Österreich, dass wir hier mit vier Spielern am Start sind.“

Wäre auch schade gewesen, wenn nicht, denn die Tennis-Anlage im Ariake Park, gut 15 Busminuten vom paralympischen Dorf entfernt, spielt alle Stückerl. „Die Beläge sind komplett neu, super Kontrast und richtig gut zu spielen. Das ist sicher einer der besten Tennisplätze, auf denen ich gespielt habe“, sagt einer der, davon kann man bei 1.300 Einzel- und 1.200 Doppelsiegen ausgehen, schon viele Plätze gesehen hat.

Bronze knapp verpasst

Und den die Faszination Tennis trotz vieler Rekorde und Bestmarken nach wie vor nicht loslässt. „Weil in dieser Sportart wirklich alles vereint ist: Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Disziplin, man muss den Rollstuhl bewegen können und Tennis spielen muss man auch. Und wenn man all das beisammen hat und beherrscht, kommt auch noch der Kopf dazu“, weiß Legner, der in Sydney 2000 seine Paralympics-Medaille knapp verpasste.

Im Bronze-Match unterlag er dem Deutschen Kai Schrameyer knapp mit 6:7, 4:6. In Tokio hängen die Medaillen für den dreifachen Masters-Sieger (im Doppel; Anm.) hoch, sehr hoch.

„Alle, die hier dabei sind, wollen ein Spiel gewinnen, dann das nächste und so weiter. Ich bin Realist, weiß, dass es wahnsinnig schwierig wird, aber ich gebe mein Bestes und dann schauen wir mal, was rauskommt.“

Noch kennt Legner die ersten Gegner in Einzel und Doppel nicht – die Auslosung erfolgt am 25. September.

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