Emotionaler Sieg für Flax/Langmann: „Schweiß, Schmerzen, Tränen!“

Was für ein unfassbarer Kampf! Thomas Flax und Nico Langmann stehen in Tokyo nach einem epischen Fight in der zweiten Runde des Rollstuhl-Tennis-Doppelbewerbs.

Die beiden Österreicher setzen sich nach 2:30 nervenaufreibenden Stunden mit 3:6, 6:4, 7:5 gegen die Spanier Enrique Siscar Meseguer und Francesc Tur durch. Um 23:19 Uhr Ortszeit (16:19 MESZ) verwerten Flax/Langmann den dritten Matchball.

„Schweiß, Schmerzen, Tränen“

„Es ist so unfassbar geil. Dieser Moment, als wir den Sieg fixiert haben – Gänsehaut pur. In diesem Spiel war alles drin – Schweiß, Schmerzen und auch Tränen. Man kann es kaum in Worte fassen“, jubelt Langmann nach dem Marathon-Match.

Partner Flax ist ebenfalls kaum zu bremsen: „Das ist der schönste Moment in meiner Karriere. So einen Kampf bei den Paralympischen Spielen zu liefern und am Ende als Sieger vom Platz zu gehen. Schöner hätte ich es mir nicht erträumen können.“

„Mut, Risiko, Leidenschaft!“

Dabei begann die Partie nicht nach Wunsch, die rot-weiß-roten Asse lagen nach einer halben Stunde mit einem Satz zurück, im zweiten Durchgang ebenfalls zurück. Ehe die Aufholjagd gestartet wurde.

„Wir haben uns dann einfach mehr zugetraut, sind besser ins Spiel gekommen. Unsere Chemie ist so gut, wir haben uns gegenseitig gepusht“, erklärt Flax, während Langmann ergänzt: „Mut, Risiko, Leidenschaft! Wir haben die Schlacht gewonnen.“

Das Spiel des Lebens

Die beiden Partner streuen sich nach der Partie Rosen. Flax: „Nico hat so einen unfassbaren Willen bewiesen. Er hatte Schmerzen, hat durchgebissen und bis zum letzten Tropfen alles herausgeholt. Ein unfassbarer Typ.“

Lob, das Österreichs Nummer 1 zurückgibt: „Tom hat die Partie seines Lebens gespielt. Er hat mich so gepusht, mir richtig Gas gegeben. Er ist nicht nur mein Doppelpartner, sondern auch ein sehr guter und enger Freund. Mit ihm hier zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes.“

Tatsächlich war es immer wieder Flax, der die Spanier zur Verzweiflung brachte. Punkt für Punkt steigerte sich der Vorarlberger, der nur dank einer Wildcard in Tokyo dabei ist. „Ich wusste, dass ich gut Doppel spielen kann, aber das war wohl die Partie meines Lebens. Eigentlich müsste ich heute aufhören.“

Die Nummer 1 wartet 

Aufhören wird von den beiden aber definitiv keiner. Denn bereits am morgigen Sonntag steht das Zweitrunden-Match auf dem Programm. Am Center Court wartet mit Alfie Hewett und Gordon Reid (GBR) die Nummer-1-Paarung der Welt.

„Am Center Court zu spielen ist einfach geil. Wir werden jede Sekunde genießen – und hoffentlich ein bisschen dagegenhalten können. Die beiden spielen aber schon in einer anderen Liga. Das ist unsere Belohnung“, so Langmann.

Erst spät nach Mitternacht Ortszeit geht es für die beiden Österreicher zurück ins Paralympische Dorf. Flax: „Unser Trainer hat gemeint, dass wir ein alkoholfreies Bier haben. Das werden wir ganz genüsslich schlürfen.“

Legner/Riegler mit starker Leistung out

Beendet sind die Paralympics hingegen für Martin Legner und Josef Riegler. Die zweite rot-weiß-rote Paarung muss sich Ho Won Im und Sang-Ho Oh aus Kore mit 1:6, 3:6 geschlagen geben.

„Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als es war. Die beiden waren sehr stark, haben viel zurückgebracht. Es waren lange Ballwechsel und enge Games, aber chancenlos waren wir nicht“, bilanziert Legner, für den die 8. Paralympics enden.

Riegler, der erstmals dabei ist, sieht es ähnlich: „Sie hatten in den entscheidenden Momenten die Nase vorne, Hut ab. Für mich war es eine unglaubliche Erfahrung, hier dabei zu sein. Vom Paralympischen Dorf über die Wettkampfstätte bis hin zur Organisation und den netten Volunteers – ich hätte nicht gedacht, dass mich das alles so berührt.“

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