Der Medaillen-Traum ist geplatzt

Der Medaillentraum von Krisztian Gardos ist geplatzt! Das Tischtennis-Ass musste sich am Samstagvormittag im Viertelfinale Filip Radovic aus Montenegro mit 1:3 geschlagen geben.

Die ersten beiden Sätze verliefen eng, Gardos musste sie jeweils mit 8:11 abgeben. Im dritten Satz lag er 1:3 zurück, ehe ein Timeout die Wende brachte: Mit 14:12 gelang dem Tiroler der Anschluss. Im vierten Satz kämpfte sich Gardos auf 8:8, verlor dann aber drei Punkte in Folge und das Match.

„Es ist, was es ist. Ich habe heute sicher besser gespielt als in der Gruppenphase, aber nicht mein Top-Level erreicht. Auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten, so war es auch diesmal“, analysierte Gardos nüchtern.

Ein Sieg fehlt zur Medaille

Mit einem Sieg hätte Gardos eine Medaille sicher gehabt. Denn der dritte Platz wird in Tokyo nicht ausgespielt, beide Semifinal-Verlierer gewinnen Bronze. So steht auf der Ergebnisliste ein fünfter Rang.

Mit der Art und Weise seines Gegners konnte der Bronzemedaillengewinner von Rio wenig anfangen: „Er hat über jeden Punkt gejubelt, als hätte er Gold gewonnen. Auch über Fehler von mir, das gehört sich eigentlich nicht. Aber er hat gewonnen und dazu gratuliere ich ihm.“

Coach Clemens Gal sah es ähnlich: „Es war sehr laut, auch seine Coaches haben jeden Punkt gefeiert. Es ist dann schwer einzuschätzen, ob man dagegenhält oder ruhig bleibt.“

Mit der Leistung seines Schützlings war er zufrieden: „Krisztian hat gut gespielt, es war sicher sein bestes Match in Tokyo. Radovic ist ein unangenehmer Gegner und hat nicht umsonst seine Gruppe gewonnen. Er ist die Nummer 5 der Welt, aber vom Niveau her vielleicht sogar die Nummer drei.“

„24. Dezember? Training!“

Für Gardos enden damit fünf lange Jahre. Fünf Jahre der Vorbereitung, voller Hingabe und Schweiß: „Die Leute sehen nicht, was wir alles investieren. Fünf Jahre habe ich auf Tokyo hingearbeitet, die letzten zwei noch gezielter und die letzten drei bis vier Monate mit ganzem Fokus. 24. Dezember? Training am Vormittag. 25. Dezember? Training. Samstagabend? Schlafen gehen, um am Sonntag in der Früh trainieren zu können.“

Kein Wunder, dass nun viel Druck abfällt: „Ich muss mich jetzt erst einmal erholen, runterkommen und gut zurück nach Österreich reisen. Dann werden wir sicher ein paar Tage auf Urlaub fahren.“

Dank an Team, Zukunft ungewiss

Nach seinem Aus sprach Gardos seinem Team und vielen Beteiligten ein Lob aus: „Ich muss mich an dieser Stelle auch bei allen Unterstützern bedanken. Meinem Team, meiner Familie, meinen Sponsoren, beim ÖPC. Was hier für uns geleistet wird, ist unglaublich. Der Para-Sport hat sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt, auch bei uns wird alles professioneller.“

Die COVID-Situation habe – trotz Abstandhalten – dazu beigetragen, dass alle Beteiligten noch enger zusammenrücken. „Normalerweise ist man viel auf Sportstätten unterwegs, oder im Österreich-Haus. Diesmal sind wir alle im Dorf, sehen uns viel öfter, es kommt zu mehr Gesprächen untereinander. Es ist richtig familiär.“

Wie es sportlich weitergeht, weiß Gardos noch nicht. Ausgeschlossen sind die Paralympics in Paris 2024 nicht: „Wir müssen jetzt alles analysieren und sicher ein paar Dinge umstellen. Wenn es mein Körper zulässt, will ich gerne in Paris spielen. Aber man muss schauen, wie sich alles entwickelt.“

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