Mayrhofer in neuer Rolle bei den Paralympics

Patrick Mayrhofer verbindet eine besondere Beziehung zu den Paralympics. Vor vier Jahren erfüllte sich der gebürtige Oberösterreicher seinen großen Traum: Snowboard-Silber im Banked Slalom. In Peking ist er wieder dabei, allerdings in ganz anderer Funktion.

Der 34-Jährige kümmert sich als Teil des Ottobock-Serviceteams darum, dass die Prothesen und Sportgeräte der AthletInnen stets das machen, was sie sollten. „Die Athleten kommen zu uns, wenn ihre Prothesen nicht funktionieren. Mit dem Cheftechniker wird dann besprochen, ob man reparieren, austauschen oder gar nichts machen kann“, erklärt Mayrhofer. „Letzteres kommt aber zum Glück selten vor.“

Mayrhofer kennt die Bedürfnisse

Von 8 bis 21 Uhr sind die Werkstätten geöffnet. Bei Notfällen sind die Ottobock-SpezialistInnen aber rund um die Uhr erreichbar. Erstmals gibt es bei Paralympischen Winterspielen drei vollumfängliche Service-Wertkstätten. Mayrhofer ist in jener im Paralympischen Dorf in Zhangjiakou, wo neben den SnowboarderInnen auch die Nordischen zu Hause sind.

Seine Doppelrolle als ehemaliger Paralympionik und als Prothetik-Experte hilft ihm beim Einsatz in China. „Ich kenne die Bedürfnisse der Athleten genau: die Anforderungen an die Technik, die Anspannung vor dem Wettkampf, der Zusammenhalt – all das macht die Magie der Paralympics aus.“

Unterstützung für Landsleute

Seit Anfang März ist Mayrhofer in China, erlebt hat er bereits einiges. „Vor ein paar Tagen kam ein Japaner in die Werkstatt. Er hat eine Oberschenkelamputation und ein Sportkniegelenk von uns. Sein Problem: Der Stoßdämpfer war kaputt und das Öl lief aus. Wir konnten es zwar nicht reparieren, hatten aber einen Ersatzfuß da. Im Wettkampf schaffte er es auf Platz fünf. Das sind schöne Momente.“

Genauso schön sind auch die Momente, wenn der gelernte Elektrotechniker dem Genting Snow Park näherkommt. Dort kämpfen die Snowboard-Asse um Gold, Silber und Bronze. Und dann wird aus Mayhofers Doppelrolle eine dreifache: Er kümmert sich schließlich auch um die Beschaffenheit der „Bretter“ der beiden Österreicher Bernhard Hammerl und Rene Eckhart.

„Entscheidung nie bereut, aber …“

Ob es ihn selbst auch manchmal juckt, sich auf dem Snowboard die Strecke hinunterzustürzen? „Ich habe die letzten drei Jahre meine Entscheidung aufzuhören nicht bereut. Es war die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Spaß am Snowboarden, habe ich nach wie vor, aber an Wettkämpfe habe ich nie gedacht“, so der Silbermedaillengewinner von Pyeongchang. Nachsatz: „Als ich den Snowboardcross und Banked Slalom hier gesehen habe, habe ich eine riesengroße Lust verspürt, selbst runter zu bretteln. Hätte ich ein Snowboard dabei, würde ich das nach den Wettkämpfen sicher machen.“

Inzwischen sei die Leistungsdichte sehr hoch. Nach längerer Zeit ohne Training wäre Mayrhofer nicht mehr konkurrenzfähig: „Ich denke, dass ich sicher noch in der Lage wäre, die Kurse zu fahren. Wahrscheinlich aber nicht mehr in einer Zeit, die für die Top-10 reichen würde.“

Und so gilt Mayrhofers voller Fokus seiner neuen Rolle: Die AthletInnen bestmöglich unterstützen. Ob als Ottobock-Techniker, Teilzeit-Servicemann oder Hobby-Psychologe.

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