Andreas Onea kehrt von der Schwimm-WM in Mexico-City ohne Medaille heim, aber mit wichtigen Erkenntnissen für die EM 2018.

Es hat für Andreas Onea diesmal nicht klappen wollen. Bei der Weltmeisterschaft im Para-Schwimmen in Mexico-City ging der Niederösterreicher leer aus. Vier Bewerbe standen am Programm – erstmals bei einer WM kam er bei jedem Start ins Finale. Als Endausbeute stehen in der Höhe von über 2.200 m die Plätze 4, 5, 6 und 7, sowie ein neuer österreichischer Rekord über 50m Freistil, den er um 0,34 Sekunden verbessern konnte.

Begonnen hat für den Niederösterreicher alles nach Plan. Gleich beim ersten Antreten im Vorlauf über 50 m Freistil verbesserte der Deutsch-Wagramer seinen nationalen Rekord unerwartet deutlich und qualifizierte sich damit erstmals für ein WM-Finale in dieser Disziplin. Dort bestätigte er die Zeit, schwamm nur 2 Hundertstel langsamer und belegte den 7. Endrang.

Auch im 100 m Delfin-Bewerb erreichte Andreas den Endlauf und kam mit Platz 6 in die Nähe des Podiums und sorgte somit ebenfalls für seine beste WM-Platzierung in dieser Disziplin. Hier fehlten 1,51 Sekunden auf Bronze.

Gleich am nächsten Tag folgte seine Hauptdisziplin 100 m Brust. Nach einem auf Reserve geschwommenen Vorlauf belegte der Bronze-Medaillengewinner von Rio im Finale den 5. Platz und verpasste die erhoffte Medaille um 2,09 Sekunden. „Auf den ersten 50m lag ich noch gut im Feld, ich habe angegriffen, auf den zweiten 50 m zeigte aber die Höhe ihren Effekt und ich konnte mich, nach Luft ringend, kaum noch bewegen. Das war sehr schmerzhaft und natürlich sehr enttäuschend für mich“, so Onea kurz nach dem Finale.

Am Schlusstag mobilisierte er dann noch einmal seine letzten Reserven und erreichte im Finale über 200m Lagen den überraschenden und ausgezeichneten 4. Platz. Bis zur letzten Wende lag Onea noch am 2. Platz, dann musste er der dünnen Luft Tribut zollen und konnte die Geschwindigkeit auf der Kraul-Lage nicht mehr halten. In 2:34,26 näherte er sich seiner Bestzeit und dem Podium bis auf 3,27 Sekunden.

„Die Titelkämpfe kündigten schon von Anfang an erschwerte Bedingungen an. Nach dem schweren Erdbeben Ende September wurde die WM auf Anfang Dezember verschoben, was bei vielen Athleten für einen erschwerten Formaufbau sorgte. Wir hatten unsere Höhenvorbereitung schon abgeschlossen als uns die Nachricht über die Verschiebung erreichte und wir unseren Plan komplett über Bord werfen mussten. Eine erneute Höhenvorbereitung war dann nicht mehr möglich. Wenn man die fehlende Höhenanpassung, die knappe Anreise und die Formverschiebung mit einbezieht, dann waren meine Leistungen in Ordnung. Natürlich ist es bitter ohne Medaille heimzukehren, aber ich habe hier oben viel gelernt, das ich ins Training der nächsten Monate miteinbeziehen werde. Jetzt freue ich mich einmal auf die Weihnachtszeit und werde Kraft und Energie für die Europameisterschaft in Dublin 2018 tanken.“, zieht der Heeressportler angesichts der Umstände ein positives Resüme.

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