Kärnten-Connection: Salcher und die Ski-Gang

Manche Leute sammeln Münzen. Andere sammeln Briefmarken, Puppen oder Bücher. Nicht Markus Salcher, denn er sammelt Medaillen. Zwei Paralympics-Goldmedaillen hat er von den Spielen 2014 in Sochi zu Hause hängen, drei weitere in Bronze aus Sochi und PyeongChang 2018. Dazu kommen über 10 Medaillen von Paraski-Weltmeisterschaften. Sechs Goldene sind es im Einzel, erst unlängst hat Salcher seine Sammlung erweitert, bei der WM in Lillehammer gelang ihm zum dritten Mal nach La Molina 2013 und Tarvis 2017 das Speed-Double aus Abfahrt und Super-G.

Der 30-Jährige stellt eines klar: „Ich ziehe noch nicht den Schlussstrich unter diesen Winter, ich habe in Peking noch etwas vor.“ Klingt fast wie eine Drohung an die Kon­kurrenz. Ein gutes Omen gibt es jedenfalls: Sein Kärntner Landsmann Matthias Mayer gewann in Peking zum dritten Mal in Serie Gold bei Olympischen Spielen. 2014 und 2018 legte Mayer bei den Olympischen Spielen jeweils Gold vor, beide Male zog Salcher mit drei bzw. zwei Paralympics-­Medaillen nach. „Unglaublich, dass es ‚Mothl‘ wieder geschafft hat“, streut Salcher dem dreifachen Olympiasieger Rosen. „Über all diese Jahre immer wieder auf den Punkt da zu sein ist schon beeindruckend. Er hat die Geschichtsbücher neu geschrieben, das verdient den allerhöchsten Respekt.“ Nachsatz: „Und er ist trotzdem am Boden geblieben, das zeichnet ihn aus.“

Yes, We Can

Die Kärntner Connection Salcher–Mayer soll auch in Peking Glück bringen. Auch andere Athleten aus dem südlichsten Bundesland wollen bei den Paralympics überzeugen, mit Thomas Grochar und Nico Pajantschitsch sind zwei weitere Kärntner Ski-Herren im Paralympic Team Austria.

2014 präsentierte sich Grochar erstmals auf der paralympischen Bühne – und carvte in Sochi nur knapp an einer Medaille vorbei – Platz 5. Die holte er sich dann im WM-Slalom 2017 in Tarvis in Silber. In PyeongChang hatte der Allrounder – er startete in ­allen Disziplinen außer der Abfahrt – das Glück abermals nicht auf seiner Seite. Und im Winter 2018/2019 setzte ihn eine Ver­letzung lange außer Gefecht. Aber Grochar ließ sich davon nicht stoppen – und kam stärker zurück. „Ich weiß, dass ich, wenn ich es runterbringe, zu den Allerschnellsten gehöre. Bei den Paralympics zählen die Medaillen – und ich will ­dieses Ziel erreichen.“

Pajantschitsch ist der jüngste im Kärntner Trio. Er schnupperte in PyeongChang bereits Paralympics-Luft, in Peking will er mehr: „Das Ziel ist es, eines Tages bei den Spielen auf dem Podest zu stehen.“ Sein Vorbild trainiert täglich mit ihm: Markus Salcher. „Von ihm kann ich mir viel abschauen. Eines Tages will ich auch so erfolgreich sein wie er.“

Rosige Zukunft

Warum gerade die Kärntner im Para-Skisport so erfolgreich sind? „Wir haben im Olympiazentrum Kärnten großartige Trainingsbedingungen, können dort auf allerhöchstem Niveau arbeiten. Das ist die Grundlage. Ich würde mir wünschen, dass dies auch in allen anderen Bereichen so gut funktioniert. Wir haben schon einige Schritte in die richtige Richtung ­gemacht, aber es gibt noch einiges zu tun.“

Und auch in Zukunft sollte die Kärntner Fraktion im ­Paraski-Weltcup stark sein. Zum einen, weil Salcher noch lange nicht ans Aufhören denkt („Ich will auch 2026 in ­Cortina dabei sein!“), zum anderen, weil mit Elina Stary eine erst 15-Jährige Schlagzeilen schreibt: WM-Silber und WM-Bronze waren die ersten Rufzeichen, weitere sollen in Peking folgen.

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