Gesamtweltcup-Krimi mit Happy End

Wie ihr Bruder Johannes darf auch Veronika Aigner über die große Kristallkugel im Para-Ski-Weltcup 2022/23 jubeln. Die Niederösterreicherin fixierte den Gesamtsieg erst im letzten Saisonrennen in Cortina d’Ampezzo. Im Slalom führte Elina Stary einen österreichischen Doppelsieg vor Aigner an.

Veronika Aigner hat in der Gesamtwertung bei den sehbehinderten Damen am Ende 80 Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte Italienerin Chiara Mazzel. „Mir bedeutet es sehr viel, da in letzter Zeit einiges nicht so rund gelaufen ist und es am Ende doch recht knapp geworden ist. Es steckt viel harte Arbeit dahinter und zum Schluss war es vor allem mental ein richtiger Kampf. Am ersten Tag in Cortina bin ich ausgefallen und am Tag darauf disqualifiziert worden. Das frisst einem echt etwas die Nerven. Nun die Kugel in den Händen zu halten ist ein unbeschreibliches Gefühl“, jubelt die 19-Jährige.

ÖSV-Para-Ski-Cheftrainer Sascha Kavelar freut sich mit seiner Athletin: „Veronika ist eine gute Saison gefahren, auch wenn es am Ende noch knapp geworden ist im Gesamtweltcup. Wie man heute an Elina gesehen hat, schlafen auch die anderen nicht. Das soll auch ein Ansporn für die Zukunft sein.“

Im Slalom hatte sie gemeinsam mit Guide und Schwester Elisabeth Aigner 28 Hundertstel Rückstand auf Landsfrau Stary. Für Stary und Guide Anna Stoss ist es der zweite Saisonsieg im Slalom. Auch die kleine Kristallkugel im Slalom-Weltcup geht damit an Aigner – vor Stary und Schwester Barbara Aigner.

„Unglaubliche Saison“

Johannes Aigner, der Gesamtweltcup-Sieger bei den sehbehinderten Herren, trat verletzungsbedingt im Slalom nicht mehr an. Er sicherte sich dennoch auch die kleine Slalom-Kristallkugel. Kavelar findet lobende Worte für den Niederösterreicher: „Die Saison von Johannes Aigner war unglaublich. Er hat bei jedem Antreten im Weltcup gewonnen und vier von fünf möglichen Kugeln geholt!“

Bei den stehenden Herren belegte Nico Pajantschitsch als bester Österreicher Rang 15. Manuel Rachbauer schied im zweiten Durchgang aus. Es gewann der Franzose Arthur Bauchet.

Kavelar bilanziert: „Sehr erfreulich war auch die Leistung von Markus Salcher, der vor allem im Speed-Bereich sehr stark unterwegs war und den Gesamtweltcup auf Platz drei beendet hat. Ich hoffe, wir werden diese tolle Saison nächstes Jahr wiederholen.“

Foto: ÖSV

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