Weltmeister! „Tigger Tom“ in St. George nicht zu schlagen

Das Ergebnis eines perfekten Tages: Weltmeister! Im Falle von Thomas Frühwirth darf man schreiben: Schon wieder. Der Steirer gewann in St. George die Ironman World Championships, die erstmals seit 1978 von Hawaii nach Utah verlegt wurden. Eine Ausnahme, weil die Pandemie im vergangenen Jahr keine WM-Entscheidung auf Big Island zuließ – im Oktober werden die begehrten Titel dann aber wieder auf der Pazifikinsel vergeben.

Also alles neu, alles anders. Frühwirth, bei den Paralympics in Tokio zweifach versilbert, entschied sich diesmal für eine kurze Anreise, landete erst zwei Tage vor Rennstart im Mormonenstaat. „Ich hatte zwar etwas Jetlag, aber der hat meine Leistung nicht beeinflusst.“

Und das war auch gut so, galt es doch 3,8 km Schwimmen, 180 km Handbike und 42,195 km im Rennrollstuhl zu absolvieren. Los ging’s mit dem Schwimmen, das Frühwirth vom Start weg alleine absolvieren musste. „Ich war gleich an der Spitze, was durchaus eine Herausforderung war. Am Start war es noch dunkel, dann kam die Sonne von der Seite, dazu kleine Wellen und nur 16 Grad Wassertemperatur.“ Umso zufriedener war er mit seiner Zeit: 1:05 Stunden.

Auf der 180 km langen Radstrecke galt es 2.400 Höhenmeter zu „drücken“, oder anders gesagt: Es ging eigentlich nur bergauf und bergab. „Ich hatte mir rund ein Drittel der Strecke mit dem Auto angesehen und mir eine Zeit von knapp unter sieben Stunden ausgerechnet.“ Mit 5:52 Stunden und einem Tagesschnitt von 31 km/h blieb der Steirer dann doch deutlich darunter. „Das hätte ich nicht erwartet, aber ich habe mir meine Leistung sehr gut eingeteilt und nicht nur auf den Speed, sondern vor allem auf Trittfrequenz und Gefühl geachtet.“

Dass auch die Verpflegung perfekt funktioniert hat, war ein weiterer Baustein am Weg zum WM-Erfolg, von den „Tigger Tom“ in der zweiten Wechselzone „nur“ noch ein Marathon trennte. Ein sehr anspruchsvoller Marathon, wohlgemerkt. „Es gab bis zu 5 Kilometer lange Anstiege mit richtig steilen Stücken, einige davon bin ich nur mit 4 km/h hochgefahren, weil so steil. Deshalb war es für meine Verhältnisse ein sehr langsamer Marathon.“ Vor allem aber war es ein Kampf, der dank 32 Grad Celsius und kaum Schatten umso härter wurde.

Nach 9:29 Stunden kam der zweifache Paralympics-Teilnehmer ins Ziel. Erschöpft, aber glücklich. „Es war ein nahezu perfektes Rennen! Ich wüsste nicht, wo ich Zeit liegen gelassen hätte“, so der frischgebackene Weltmeister, der sich nun ein paar Tage Erholung in den USA gönnen und dann noch zwei, drei kürzere, aber dafür umso härtere Einheiten im Handbike absolvieren wird.

Das nächste sportliche Ziel ist die Paracycling-Europameisterschaft in Oberösterreich in zwei Wochen. „Da erwarte ich mir nicht allzu viel, weil ich den Fokus jetzt doch auf die Ironman-WM gelegt habe. Aber ich werde natürlich mein Bestes geben!“ Spätestens Mitte August zur Paracycling-Weltmeisterschaft will der Weltmeister dann aber wieder um die Medaillen mitfahren!

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