„Durch Sport Lebenskraft finden“

Yvonne Marzinke hat in ihrem Leben schon einiges gesehen. Bei einem Mountainbike Hobby-Rennen in Saalbach Hinterglemm wurde einst der Bayrische Landeskader auf sie aufmerksam und verhalf ihr so zur ersten Teilnahme an einer Para Cycling Weltmeisterschaft im Jahr 2007. Mittlerweile fährt sie unter österreichischer Flagge – und das hocherfolgreich. Gleichzeitig will sie die „Next Generation“ motivieren, ebenfalls aktiv zu werden.

„Das war der Lebenstraum“

„Da ging mein Lebenstraum in Erfüllung“, sagt Marzinke mit funkelnden Augen. Gemeint ist die Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2021 in Tokio, für die sich die Heeressportlerin im Zuge des UCI Paracycling Road – Gesamtweltcup-Siegs im Jahr 2019 qualifizierte. Dort konnte sie eine persönliche Bestzeit über 3.000 Meter Bahn und einen österreichischen Rekord im Zeitfahren über 500 Meter auf der Bahn markieren.

Doch das soll nicht alles gewesen sein, inzwischen hat sie der Trainingsalltag wieder. Trainingscamps im In-und Ausland sind für die Radfahrerin wahrlich keine Ausnahme. Am liebsten trainiert die Wahl-Oberösterreicherin dennoch in der Heimat am Mondsee und in der Umgebung vom Olympiazentrum in Salzburg-Rif. Dort wird sie durch ExpertInnen in Sachen Ernährung, Physiotherapie und Mentaltraining unterstützt. Außerdem läuft die gesamte Trainingssteuerung über das Olympiazentrum ab. „Besser kann sich das wirklich niemand wünschen“, beschreibt sie die Infrastruktur, die den AthletInnen dort geboten wird.

Mehrere Trainingseinheiten pro Tag, Mentalcoaching und Regeneration. All das steht für die 45-Jährige täglich am Programm. Aufgrund ihrer Behinderung ist das Training für den Leistungssport kraft- und zeitintensiver. Zusätzliche Trainingseinheiten, um spezielle Stellen des Körpers zu stärken, sind keine Seltenheit. „Mein Tag hat trotzdem nur 24 Stunden, wie bei jedem anderen auch“, beschreibt sie die Herausforderungen, die Ihr Beruf mit sich bringt.

Unterkriegen lässt sie sich davon jedenfalls nicht. Sport ist für sie nicht nur ein Beruf, sondern eine Leidenschaft. Die Bedeutung des Sports zeigt sich laut Marzinke in ihrer physischen Verfassung. „Ohne Sport würde es mir im Alltag wesentlich schlechter gehen. Es muss ja nicht immer gleich Spitzensport sein, aber körperliche Aktivität ist extrem wichtig.“

„Kommt zum ÖPC-Talent Day“

„Freude und Spaß an der Bewegung finden und dadurch Motivation und Lebenskraft gewinnen.“ Unter diesem Motto rät Marzinke allen sportbegeisterten Jugendlichen mit Behinderung zur Teilnahme am ÖPC Talent Day, der dieses Jahr nach zweijähriger Corona-Pause endlich wieder stattfinden kann.

Sport, Spaß, Stars – all das und viel mehr erwartet die TeilnehmerInnen. Marzinke: „Vielleicht findet die eine oder der andere ja eine neue Leidenschaft. Bei mir ist es das Radfahren, aber es gibt unzählige Möglichkeiten. Hier kann man alles an einem Ort versuchen.

Am 27. Juni können von 9 bis 17 Uhr im BSFZ Südstadt verschiedene Sportarten getestet werden. Anmeldungen und Informationen unter talentday@oepc.at bzw. auf www.oepc.at.

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