Doppelsieg! Aigner-Schwestern jubeln über Gold und Silber

Alles Aigner, oder was? Die Geschwister aus Niederösterreich dominieren weiter die internationalen Schlagzeilen dieser Paralympics, carven von einer Medaille zur nächsten. Veronika Aigner macht mit Schwester und Guide Elisabeth Aigner am Samstag den goldenen Doppelpack perfekt, triumphiert nach dem Riesentorlauf auch im Slalom.

Nach dem ersten Durchgang bereits 0,99 Sekunden vor Schwester Barbara Aigner und Guide Klara Sykora sowie 2,26 Sekunden vor der Drittplatzierten Alexandra Rexova aus der Slowakei, setzt die 19-Jährige auch im Finale auf Vollgas – und das trotz Schmerzen im Knie nach dem ersten Durchgang: „Ich würde nicht Aigner heißen, wenn ich aufgeben würde. Ich habe mich durchgebissen und trotzdem versucht, den Lauf zu genießen.“ Dieses Gefühl will sie auch zur Siegerehrung mitnehmen: „Da werden sicher wieder ein paar Tränchen kullern, aber ich schätze es total, was uns hier gelungen ist. Mit zwei Goldenen kann ich jetzt wirklich einen auf Michi Dorfmeister machen.“

Dabei hätte es das Duo Aigner/Aigner beinahe wieder nicht zu den Paralympics geschafft. War „Vroni“ vor vier Jahren in Pyeongchang um eineinhalb Monate zu jung für eine Teilnahme, musste sie vor Peking einen Fitnesstest bestehen, um überhaupt an den Start gehen zu können. „Umso stolzer sind wir jetzt, dass es so ausgeht. Als wir ins Flugzeug gestiegen sind, waren wir schon froh, dass wir überhaupt dabei sein dürfen“, erzählt Elisabeth Aigner, für die der Teamspirit der Schlüssel zum Erfolg war. „Wir haben immer an unsere Ziele geglaubt, auch nach der Verletzung. Der Weg war nicht einfach, aber das ist bei uns in der Familie scheinbar immer so, dass es immer über irgendwelche Umwege gehen muss.“ Der weitere Weg scheint vorgezeichnet: „Wir machen gemeinsam weiter bis Milano 2026“, lachen die beiden.

Grund zum Lachen hatte auch Barbara Aigner, Zwillingsschwester des bereits vierfachen Medaillengewinners Johannes. Die 16-Jährige jubelt mit Guide Klara Sykora über Platz zwei. „Im ersten Durchgang wäre sicher mehr drin gewesen, aber im zweiten Durchgang ist dann trotz der schwierigen Bedingungen alles aufgegangen. Der heutige Tag ist mega-cool!“

Da war auch die Müdigkeit vom Vortag schnell vergessen. „Wir haben alles gegeben, alles probiert und man darf auch nicht vergessen, dass Babsi noch sehr jung ist. Wenn ich an meine Zeit als Rennläuferin zurückdenke, da war ich mit 16 Jahren ein kleiner Fisch im Ozean und sie hat mit 16 Jahren bereits zwei Paralympics-Medaillen um den Hals“, ergänzt Klara Sykora, die mit nun zwei Mal Edelmetall in der familien-internen Olympia-Paralympics-Wertung an Papa Thomas vorbeizieht. „Ist natürlich cool, dass ich jetzt auch meine eigenen Medaillen habe. Als Kind habe ich mir oft die Kugeln und die Medaille angeschaut und wollte immer meine eigene haben. Dank der Babsi ist das jetzt gelungen.“

Slalom-Bronze geht an Rexova, die in der Endabrechnung 4,78 Sekunden Rückstand hat. Die Kärntnerin Elina Stary (Guide Celine Arthofer) schafft nach Platz vier im Riesentorlauf mit dem sechsten Rang ein weiteres Spitzenergebnis bei ihren ersten Paralympics. Die 15-Jährige ist die jüngste Athletin im gesamten TeilnehmerInnenfeld. „Es ist zwar keine Medaille geworden, aber ich kann trotzdem zufrieden sein. Das ganze Rundherum, die vielen Interviews, ich kann sehr viel mitnehmen. Und die Medaille hole ich mir dann in vier Jahren“, so die Tochter von Ex-Fußballer Roman Stary. Der prominente Vater fungierte nach dem Riesenslalom via Telefon als Mentalcoach: „Er war selbst Profi und kann verstehen, wie ich mich fühle. Das Gespräch mit ihm hat mir sehr geholfen.“

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