Carina Edlinger: Eine Reise voller Höhen und Tiefen

Viel fehlt Carina Edlinger auf ihrer Erfolgsliste nicht mehr. Die Para-Langläuferin ist bereits vierfache Weltmeisterin, vierfache Gesamtweltcupsiegerin und zweifache Sportlerin des Jahres mit Behinderung. 2018 hätte eigentlich auch noch paralympisches Gold dazukommen sollen, die Top-Favoritin musste sich aber letztlich mit Bronze zufriedengeben.

Das Leid mit dem Guide

Vier Jahre später will sie in Peking den verpassten Coup nachholen. „Das wäre natürlich ein Traum. Aber wie man in Pyeongchang gesehen hat, kann es auch anders als gewünscht laufen. Die Spiele sind eine Momentaufnahme. Da ist es egal, wie gut du davor warst“, sagt die 23-Jährige. Aktuell käme ihr diese Weisheit ganz gelegen, denn Edlinger war zuletzt nicht vom Glück verfolgt.

Bei der Paraski-Weltmeisterschaft in Lillehammer startet sie notgedrungen das erste Mal seit sechs Jahren wieder ohne Guide und belegt am Ende über die 10 km klassisch den undankbaren vierten Platz. „Das Guide-Thema verfolgt mich bereits seit Beginn meiner Karriere. Ich hatte ja doch schon einige Guides“, lacht die Salzburgerin. Das Problem sei, dass „es unglaublich schwer ist, jemanden zu finden, der ein gewisses Leistungsniveau mitbringt. Und wenn du jemanden gefunden hast, dann muss der auch so viel Zeit und den Willen haben, es auch wirklich zu machen. Das ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.“ Für die Paralympics hat Edlinger zum Glück ihre Nadel, sprich Guide, gefunden.

Sehkraft merklich verbessert

In Lillehammer konnte sie dank verbesserter Sehkraft auch ohne starten. „Wir haben vergangenen Winter ein paar Therapien gestartet und ein paar Sachen in Angriff genommen. Bei meinem Befund hat es immer geheißen, dass ich eigentlich besser sehen müsste. Jetzt hat sich beim Peripheren etwas verändert, das heißt in puncto Wahrnehmung und Orientierung. Ich habe nun 1,5 bis zwei Prozent Sehkraft, was bedeutet, dass ich zwar gesetzlich immer noch als total blind eingestuft bin, aber für mich war es dennoch ein Riesenschritt im Vergleich zum vergangenen Winter. Wir sprechen da zum Teil von einer 300-prozentigen Steigerung.“

Sportlich müsste sich das ÖPC-Ass, das bei den Paralympics auch im Biathlon-Sprint antritt, nicht ganz so viel steigern, um ihr großes Ziel zu erreichen. Vor allem in ihrer Spezial-Disziplin rechnet sich Edlinger einiges aus. „Ich freue mich schon riesig auf meinen heiß geliebten Skating-Sprint. Da sehe ich meine größten Chancen. Aber es ist viel passiert in den vergangenen Jahren und meine Reise war mit vielen Höhen und Tiefen verbunden.“ In Peking soll es jedenfalls wieder nach oben gehen. Am besten nach ganz oben.

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