Seit bald zwei Jahrzehnten macht sich das Österreichische Paralympische Committee für seine AthletInnen stark und kämpft an vielen Fronten erfolgreich gegen die einst so breite Kluft zwischen Menschen mit und ohne Handicap. Hier eine erfreuliche Leistungsschau.

Wenn das ÖPC 2018 rund um die Spiele in PyeongChang sein 20-jähriges Bestehen feiert, dann können seine Präsidentin Maria Rauch-Kallat und das ÖPC-Team rund um Generalsekretärin Petra Huber auf eine kraftvoll abgehakte To-do-Liste zurückblicken. Noch vor geraumer Zeit firmierte bei beiden Damen etwa die Aufnahme von ÖPC-AthletInnen ins Heeressportzentrum noch als Wunsch denn als Fixum. Heute ist der erste Schritt mit Unterstützung von Sport und Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil längst getan, die ersten fünf Behindertensportler tun seit Herbst 2016 ihren Dienst als Vertragsmitarbeiter beim Österreichischen Bundesheer und finden neben sozialer Absicherung deutlich optimierte Trainingsmöglichkeiten für ihre nächsten sportlichen Ziele vor.

Apropos: Natürlich stand und steht der größtmögliche Support für die Aktiven in der Vorbereitung und dann bei Sommer- wie Winter-Paralympics im Fokus des ÖPC. Geschafft wurde in diesem Bereich unter vielem anderen die Bereitstellung von Transportlogistik sowie Trainings und Wettkampfausrüstung. Durch vielfältige Kooperationen mit Top-Partnern ist es beispielsweise 2016 gelungen, das ÖPC-Team mit exakt der gleichen vielfältigen Einkleidung nach Rio zu entsenden, wie dies auch das ÖOC getan hat. Feines Detail am Rande: Die Präsentation erfolgte bei einem gemeinsamen Event und damit ganz nach dem Geschmack von Petra Huber: „Das Allerwichtigste für uns ist die Gleichbehandlung unserer Leute mit Sportlerinnen und Sportlern ohne Handicap.“ Diese Gleichstellung wünscht man sich natürlich für alle Bereiche, etwa auch für die mediale Berichterstattung, und auch dort hat sich einiges getan. Die 2008 gestartete Offensive in Sachen Marketing, Öffentlichkeits- und Medienarbeit äußerte sich nicht nur im Launch einer eigenen Zeitschrift, in Sonderprojekten wie einer Extrabeilage zur Tageszeitung „Kurier“ (Auflage: 184.000 Stück) oder einem breiten und professionellen Auftritt in den sozialen Netzwerken, sondern auch in einer über die Jahre massiv gesteigerten Medienpräsenz.

So widmeten ORF eins und ORF Sport+ während der vergangenen Sommer-Paralympics in Rio den ÖPC-SportlerInnen rund 51 Stunden Sendezeit (aktuelle Zahlen von Mai 2017). Zusammen mit über 1100 Printartikeln und mehr als 1700 Onlinestories konnte ein Medienwert von 7 Millionen Euro generiert werden. Dass ÖPC-AthletInnen während ihrer Wettkämpfe aber auch dazwischen mittlerweile in zahlreichen Medien ein Thema sind, ist natürlich vor allem das Resultat herausragender Leistungen. Genannt seien, stellvertretend für eine lange Erfolgsliste, die Bilanz von Sochi 2014 mit elf Medaillen und jene von Rio mit neunmal Edelmetall. Gefeiert wurden diese Highlights übrigens jeweils im bereits seit den Turiner Winterspielen im Jahr 2006 als Fixpunkt installierten Österreich- Haus des ÖPC, dass sich sofort als perfekter Treffpunkt für Gäste aus Wirtschaft, Sport, Politik und Medienwelt etabliert hat. Ein weiteres Tool also, das zusammen mit Events wie der schon traditionellen Farewell- Party im Studio 44 der Österreichischen Lotterien oder der so aussagekräftigen Präsenz am „Tag des Sports“ und vielen weiteren Aktivitäten zur gesteigerten Bekanntheit der Marke ÖPC, aber vor allem auch jener der SportlerInnen beiträgt.        

Einer Bekanntheit übrigens, die vielfach jener der nichtbehinderten Stars um nichts nachsteht. Erfreulich auch im Sinne der Inklusion, die mit der Integration von immer zahlreicheren paralympischen Disziplinen in ihre Fachverbände durchaus zügig voranschreitet und dort somit einem gemeinsamen Training aller LeistungsträgerInnen nichts mehr im Wege steht. Mittlerweile ist ein Dutzend nationaler Verbände im ÖPC aufgenommen und mit einigen mehr steht man in vielversprechenden Verhandlungen. Zusätzlich höchst positiv wirkt die in den letzten Jahren erreichte Aufnahme in Förderinstitutionen wie der Österreichischen Sporthilfe oder dem Projekt Rio. „Und 2020 wollen wir noch einen guten Schritt weiter sein. Dazu wollen wir mehr Athletinnen und Athleten – und da vor allem Frauen und Jugendliche –, welche die Möglichkeiten haben, sich für Paralympics zu qualifizieren“, so Präsidentin Rauch-Kallat.

In Sachen Nachwuchsarbeit ist man auf einem erfreulich guten Weg. All jene Jugendlichen aus den Fachverbänden, die an der Spitze „anklopfen“, sind beim ÖPC bestens aufgehoben. Etwa als TeilnehmerInnen an den ÖPC-Jugendcamps, die hoffnungsvollen NachwuchssportlerInnen den Besuch bei Paralympics und damit ein hautnahes Hineinschnuppern in die einzigartige Atmosphäre eines der größten und wichtigsten Sportereignisse der Welt ermöglicht.

Fotocredit: ÖPC/Baldauf, GEPA, Sophie Vesely

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