Aigner holt sensationell Gold in der Abfahrt

Sensationeller Start in die XIII. Paralympischen Winterspiele in Peking für das Paralympic Team Austria. Johannes Aigner holte in der Abfahrt in Yanqing die Goldmedaille, wenig später legte Markus Salcher in seiner Klasse Silber nach.

Für den sehbehinderten Aigner ist es bei der ersten Paralympics-Teilnahme die erste Medaille – und sie glänzt gleich in Gold. Gemeinsam mit Guide Matteo Fleischmann setzte sich der 16-jährige Niederösterreicher 0,36 Sekunden vor Top-Favorit Mac Marcoux (CAN) und 0,65 Sekunden vor Hyacinthe Deleplace (FRA) durch. „Im Ziel konnte ich es gar nicht glauben. Matteo hat mir zugerufen, dass wir vorne sind. Ich habe gedacht, er will mich reinlegen“, strahlt Aigner.

Eigentlich liegen die Stärken des Youngsters in den technischen Disziplinen. Erst bei einem Trainingslager in Saalbach vor wenigen Wochen versuchten sich Aigner/Fleischmann erstmals auf Abfahrts-Skiern. „Es hat uns sofort Spaß gemacht“, schildert Guide Fleischmann. „Hansi hatte von Beginn an keine Angst. Ich könnte mir das nicht vorstellen, mit acht Prozent Sehvermögen eine Abfahrt mit 100 km/h fahren. Das ist, wie wenn man mit ganz zugekniffenen Augen fährt. Er ist ein wilder Hund.“

Wie wild, bewies Aigner in der Abfahrt. Auf der gleichen Strecke, auf der vor wenigen Wochen die Olympia-Stars um Gold, Silber und Bronze gekämpfte hatten, zeigte er von Beginn an ein beherztes Rennen. Das Risiko wurde belohnt, obwohl sich die Fahrt nicht gut anfühlte. „Im Canyon habe ich eine Kurve nicht gut erwischt. Da dachte ich, das war’s. Aber scheinbar war es doch ganz gut.“

Im Zielbereich wurde der Niederösterreicher lautstark von seiner Familie unterstützt. Die Schwestern Barbara, Veronika (in den technischen Disziplinen am Start) und Elisabeth (Guide von Veronika) waren wie Mama Petra hautnah dabei. Papa Christian verpasste die Abfahrt, da er beim Abflug in Wien den falschen Reisepass erwischt hatte und später fliegen musste. „Es ist richtig schön, dass sie da sind. Die Mama war sicher nervöser als ich, ich will gar nicht wissen wie es ihr jetzt geht“, lächelt Johannes. „Interne Medaillenwertung gibt es keine, wir geben einfach alle unser Bestes. Sie haben aber sicher beide gute Chancen in ihren Disziplinen.“

Gute Chancen auf weitere Medaillen hat auch Johannes Aigner. Denn seine Paradedisziplinen kommen erst: Riesentorlauf und Slalom. Nach Abfahrts-Gold liegen die Fragen nach Medaillen in allen fünf Disziplinen auf der Hand. Davon will der 16-Jährige nichts wissen: „Ich habe noch nicht einmal begriffen, was uns hier gelungen ist. Morgen einmal Super-G, dann sehen wir weiter. Mein Ziel von einer Medaille habe ich schon erreicht, alles weitere ist Draufgabe.“

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