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Langmann: „Ich kann viel von Dominic Thiem lernen!“

Nico Langmann hat die Zeit der Ausgangsbeschränkung im Rahmen der Covid19-Maßnahmen gut genützt. „Als bekannt wurde, dass es Ausgangsbeschränkungen geben wird, bin ich zu einem großen Sportartikelhändler gefahren und habe noch einmal ordentlich eingekauft: Hanteln, Gewichte, Ergometer“, erzählt die rot-weiß-rote Nummer 1.

Der 23-Jährige hatte ein klares Ziel: die Zeit daheim nützen, um Kraft und Ausdauer zu tanken für die Rückkehr auf den Platz. Beast-Mode also, hat der Wiener viele, viele Stunden im Home-Gym verbracht und seine Trainingspläne abgearbeitet.

„Unser Wohnzimmer war fast nur mehr Trainingsraum, was meine Mutter nicht wirklich happy gemacht hat“, lacht Langmann, der in den eigenen vier Wänden auch tennis-spezifische Übungen eingebaut hat. „Es geht ja beim Tennis auch um die Koordination, deshalb habe ich Jonglieren gelernt.“

Zurück am Platz – seit 20. April darf der Paralympics-Debütant von den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro wieder trainieren – machte sich das Training beim Heeressportler aber nicht unmittelbar bemerkbar. Im Gegenteil. „Ich spüre immer noch den Muskelkater vom ersten Tag, mal schauen, wie lange das noch anhält.“

Ähnlich ging es Dominic Thiem, der mit Langmann in der gleichen Trainingsgruppe, betreut von Wolfgang Thiem, trainiert und schon seit einigen Jahren gut befreundet ist. Also bestritten die beiden am Sonntag in der Südstadt auch gemeinsam den Wings for Life World Run.

Mit mehr als 77.000 Menschen weltweit. „Es war ein cooles Erlebnis, mit Dominic bei dem Lauf teilzunehmen und Teil dieses coolen Events zu sein.“ Natürlich blieb bei den vielen Runden auf der Tartanbahn auch Zeit, um sich über das Tennis, den Sport und die Liebe zum Spiel zu unterhalten.

Was kann sich Nico Langmann, der sich unbedingt für die Paralympischen Sommerspiele in Tokyo qualifizieren möchte, von Dominic Thiem abschauen? „Ich kann unglaublich viel von ihm lernen, er ist immerhin die Nummer 3 der ATP-Tour und Tennis ist Tennis. Der Ball spürt nicht, ob ich sitze oder stehe.“

Und so wurden es am Ende 8,52 Kilometer für das große Ziel, Querschnittlähmung eines Tages heilbar zu machen.

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