Fotocredit: ©Peter Maurer / Cycling Austria

Zwei ärgerliche vierte Plätze bei der WM

7. Sep. 2026

Am Sonntag warteten die Straßenrennen im Handbike bei den Weltmeisterschaften im Para-Cycling in Huntsville in den Vereinigten Staaten. Thomas Frühwirth, Alexander Gritsch und Cornelia Wibmer zeigten gute Rennen, waren aber nicht wirklich vom Glück verfolgt. So wurde der Zeitfahrweltmeister Frühwirth wegen eines angeblich irregulären Sprints vom Podium relegiert und Wibmer verpasste die entscheidende Gruppe. Am Ende landeten beide auf dem vierten Platz.

„Grundsätzlich ist mir die Entscheidung egal, weil ich habe 15 Medaillen schon gewonnen bei Weltmeisterschaften. Sportlich finde ich es komisch, weil ich bin die letzten fünf Kilometer von vorne gefahren. Wenn ich dann nicht das Recht habe, im Sprint die kürzeste Linie zu fahren, dann weiß ich es nicht“, schilderte Frühwirth, der mit dem Schweizer Fabian Recher im Finale etwas aneinandergeriet, der von hinten den Österreicher versuchte zu überholen und mit ihm leicht kollidierte.

„Ich schaue doch nicht in den Rückspiegel ob jemand hinter mir ist, der daran denkt mich zu überholen. Das ist schon komisch und hat mit Sport wenig zu tun“, meinte Frühwirth zu der etwas eigenen Auslegung der Jury im Zielspurt. Er hatte das Rennen der Klasse H4 die meiste Zeit, vor allem auch die letzten Kilometer angeführt und den Sprint von vorne eröffnet: „Wenn wir uns nicht berühren, hole ich vielleicht noch Gold. Das war keine gute Auslegung der Regeln heute, aber so ist es halt.“

Gold ging an den Briten Callum Russell, der Schweizer Recher rutschte auf den Silberrang vor dem Franzosen Thomas Fritsch, der Bronze erbte. Frühwirth wurde auf dem vierten Rang, den letzten der um den Sieg sprinteten Gruppe zurückversetzt. Nachdem er zwischendurch schon fast zwei Minuten zurücklag, schaffte Alexander Gritsch es in der letzten Runde nochmals in die große Spitzengruppe zurück.

Dem Tiroler fehlten aber dann auf der ansteigenden Zielgeraden die entscheidenden Körner für ein noch besseres Ergebnis als den achten Rang: „Wenn du Medaillen schon gewonnen hast, dann zählt der achte Platz jetzt nicht mehr so viel. Aber es war ein geiles Rennen, als wir wieder zur Spitze aufschlossen, schoss es mir eiskalt durch den Körper. Es ist ein gutes Gefühl, wenn du wieder um Medaillen kämpfen kannst, aber leider war mein Tank am Ende zu früh leer.“

Auch die Salzburgerin Cornelia Wibmer fuhr im Rennen der Frauen der Klasse H4 lange einen Rückstand nach. Bei den Frauen fahren die Wertungsklassen H3, H4 und H5 gemeinsam, werden dann aber getrennt gewertet. Wibmer fiel früh zurück, jagte dann einer großen Gruppe nach, kam aber allein nicht mehr an diese ran. „Das Rennen ist leider nicht so verlaufen, wie ich das wollte. Ich bin früh abgerissen und konnte die Lücke nicht mehr zufahren. Ich habe mich gut gefühlt und das hat mich dann wahnsinnig geärgert, weil ich komplett alleine der Spitzengruppe nachjagte, aber nicht mehr rankam“, bilanzierte die Bronzemedaillengewinnerin im Einzelzeitfahren.

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