Fotocredit: ©Lena Ernhofer

EM-Bilanz: Zweimal Gold und einmal Bronze

14. Sep. 2026

Andreas Ernhofer hat bei der Para-Schwimm-Europameisterschaft im türkischen Kocaeli zwei Titel und eine Bronzemedaille gewonnen. Der Deutsch-Wagramer siegte über 50 Meter Brust (SB3) und über 50 Meter Freistil (S4) und holte über 50 Meter Rücken (S4) Bronze. In drei seiner vier Rennen schwamm er persönliche Bestzeit, alle drei Marken sind österreichische Rekorde. Geschwommen wurde von 7. bis 12. September im Gebze Olympic Swimming Pool auf der 50-Meter-Bahn. Gemeldet waren rund 400 Aktive aus 38 Nationen, sechs davon aus Österreich.

Der erste Titel

Den Auftakt machten die 50 Meter Brust. Ernhofer schlug nach 51,37 Sekunden an und gewann mit 2,48 Sekunden Vorsprung auf den Spanier Vicente Gil. Es war sein erster EM-Titel. Über dieselbe Strecke hatte er 2018 in Dublin und 2021 auf Madeira Bronze gewonnen, 2024 kam auf Madeira eine weitere Bronzemedaille dazu.

Bronze über 50 Meter Rücken

Am Donnerstag folgte Bronze über 50 Meter Rücken. Ernhofer blieb nach 44,65 Sekunden 0,32 Sekunden hinter Silber und unterbot seine alte Bestzeit aus dem WM-Finale von Singapur 2025 um 1,83 Sekunden. Gold ging an den neutralen Athleten Roman Zhdanov.

Über 50 Meter Freistil holte sich Ernhofer am Freitag nach 39,26 Sekunden sein zweites Gold, 0,28 Sekunden vor Zhdanov. Seine bisherige Bestzeit von 40,79 Sekunden stammte aus dem EM-Finale von Madeira 2024. Erstmals blieb er unter 40 Sekunden.

Abschluss über 200 Meter

Zum Abschluss standen am Samstag die 200 Meter Freistil auf dem Programm. Die Klassen S4 und S5 starteten gemeinsam, gewertet wurde nach Zeit über das gesamte Feld. Mit 3:18,25 Minuten blieb Ernhofer unter seiner Bestzeit von 3:21,87 Minuten, die seit dem WM-Finale von Manchester 2023 gestanden hatte. Im Gesamtfeld bedeutete das Platz 11.

Kocaeli war der Schlusspunkt einer langen Saison. Mit den drei Medaillen hält Ernhofer nun bei sechs EM-Medaillen.
„Sechs Tage, in denen alles aufgegangen ist, woran wir die letzten Jahre gearbeitet haben. Danke an Gerhard und an mein Team, sie haben mich durch das ganze Jahr getragen“, sagte Ernhofer.

Rekorde, Rekorde, Rekorde

Angelika Angerer stellte über 100 Meter Rücken mit 1:30,71 Minuten einen österreichischen Rekord auf und wurde Fünfte. Über 100 Meter Freistil kam sie auf Rang sechs, über 50 Meter Freistil auf Rang acht.

Janina Falk wurde über 100 Meter Brust Vierte und über 200 Meter Lagen Fünfte, über 200 Meter Freistil und über 100 Meter Rücken jeweils Siebte. Andreas Onea belegte über 100 Meter Schmetterling Rang sechs, über 100 Meter Brust und über 200 Meter Lagen (2:43,63 Minuten) jeweils Rang sieben.

Carina Premstaller kam über 50 Meter Brust, 50 Meter Rücken und 50 Meter Freistil jeweils auf Platz sieben und über 100 Meter Freistil auf Platz acht. Daniela Angerer wurde über 50 Meter Freistil Siebte und über 100 Meter Freistil Achte. Das österreichische Team schloss die EM mit zwei Europameistertiteln ab.

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