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Veronika Aigner legt ein Jahr Pause ein
Nach ihrem Bruder Johannes wird auch Veronika Aigner in der kommenden Saison eine Auszeit vom Para-Ski-Weltcup nehmen. Die 23-jährige Niederösterreicherin verzichtet damit auch auf die Weltmeisterschaften in Tignes. Ausschlaggebend für die Entscheidung ist die Knieverletzung ihrer Schwester und langjährigen Guide Elisabeth Aigner. Der Fokus liegt bereits auf dem gemeinsamen Comeback.
Gemeinsam zurück statt getrennt weitermachen
Veronika und Elisabeth Aigner bilden seit Jahren eines der erfolgreichsten Duos im internationalen Para-Skisport. Auch in der vergangenen Saison war Veronika Aigner das Maß der Dinge: Im Weltcup feierte sie elf Siege und stand bei 16 Rennen auf dem Podest.
Den Höhepunkt bildeten die Paralympischen Winterspiele MILANO CORTINA 2026. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls ihrer Schwester und Stamm-Guide Elisabeth Aigner gewann Veronika in allen fünf Bewerben eine Medaille. Gemeinsam mit Lilly Sammer in den Speed-Disziplinen und Eric Digruber in den Technik-Bewerben holte sie Gold in der Abfahrt, der Alpinen Kombination, im Riesentorlauf und im Slalom sowie Silber im Super-G.
Gerade die Erfahrungen bei den Paralympics haben Aigner jedoch gezeigt, wie herausfordernd die Umstellung auf einen neuen Guide ist. Statt sich für eine Saison auf eine neue Begleitung einzustellen und anschließend erneut zu wechseln, richtet sie den Blick bereits auf die gemeinsame Rückkehr mit ihrer Schwester.
„Die Entscheidung ist dadurch gekommen, dass die Lisi noch verletzt ist. Ich möchte nicht das Risiko eingehen, mich für ein Jahr auf einen anderen Guide einzustellen und danach wieder auf die Lisi zu wechseln. In Cortina ist es gut gegangen, dass ein anderer Guide eingesprungen ist. Dafür möchte ich mich auch noch einmal ausdrücklich bei Lilly und Eric bedanken, ihr Einsatz war wirklich toll. Die Umstellung hat mich aber enorm viel Kraft gekostet. Jetzt ein Jahr mit einem anderen Guide zu fahren und dann wieder zu Lisi zu wechseln, ergibt für mich keinen Sinn. Da bin ich gedanklich lieber weiterhin bei meiner Schwester und konzentriere mich darauf, dass wir beide wieder zurückkommen – als noch stärkeres Team“, erklärt Veronika Aigner.
WM-Saison ohne Aigner
Mit ihrer Entscheidung verzichtet Aigner in der kommenden Saison auch auf einen der sportlichen Höhepunkte des Winters: die Weltmeisterschaften in Tignes (FRA). Für die Schwestern steht jedoch die langfristige Perspektive im Vordergrund. „Es steht heuer zwar die Weltmeisterschaft auf dem Spiel, aber uns ist wichtiger, dass wir als Team wieder stark zurückkommen“, so Aigner.
Ganz ohne gemeinsame Zeit auf Schnee soll der kommende Winter dennoch nicht bleiben. Sobald es Elisabeths Rehabilitation zulässt, wollen die Schwestern wieder gemeinsam trainieren und sich Schritt für Schritt auf ihre Rückkehr in den Rennsport vorbereiten. „Wir werden heuer im Winter gemeinsam Skifahren gehen, damit wir wieder ins Spiel miteinander kommen und nächstes Jahr bereit sind.“
Auch Manfred Widauer, sportlicher Leiter und Cheftrainer, hätte Aigner gerne in der kommenden Saison im Weltcup gesehen, kann die Entscheidung des eingespielten Duos aber nachvollziehen.
„Natürlich finde ich es schade, dass Veronika in der kommenden Saison nicht dabei sein wird. Aus sportlicher Sicht hätte es durchaus Möglichkeiten und Lösungen mit anderen Guides gegeben, das haben die Paralympics in Cortina ja auch gezeigt. Gleichzeitig kann ich mich auch in Elisabeth hineinversetzen. Die beiden sind seit vielen Jahren ein eingespieltes Team und haben gemeinsam unglaublich viel erreicht. Wenn sie für sich zu dem Schluss kommen, diesen Weg so zu gehen, dann müssen und werden wir diese Entscheidung akzeptieren. Wir werden Elisabeth bei ihrer Rückkehr bestmöglich unterstützen und hoffen natürlich, dass wir die beiden danach wieder gemeinsam und mit voller Energie im Rennsport sehen“, so Widauer.







































