Erste Hilfe für die Hilfsmittel

Ottobock und Paralympics – das passt. Seit 1988 unterstützt das Unternehmen die Paralympischen Spiele durch sein technisches Know-how. So auch bei den Paralympics in Tokyo.

Am Dienstag, also eine Woche vor der Eröffnung, öffnete Ottobock die Türen seines Reparatur- und Servicezentrums im Paralympischen Dorf. Athletinnen und Athleten können vor und während der Wettkämpfe ihre Ausrüstung dort kostenfrei warten und reparieren lassen.

106 ExpertInnen vor Ort

In der Ottobock-Werkstatt sorgen 106 technische ExpertInnen aus 24 Ländern für die fachgemäße Reparatur und Wartung – unabhängig von der Nationalität der SportlerInnen und der Marke der Produkte.

„Unsere Orthopädietechniker, Rollstuhlspezialisten und Schweißer haben ein gemeinsames Ziel: Sie schaffen die technischen Voraussetzungen, damit sich die Paralympioniken ganz auf ihre Leistung und den Wettkampf konzentrieren können”, sagt Peter Franzel, Head of Global Events, Exhibitions & Sports bei Ottobock.

„Wie im Boxenstopp“

„Besonders an den ersten Tagen, noch vor der Eröffnung der Spiele, läuft die Werkstatt auf Hochtouren. Unsere Experten überprüfen, ob die Sportaustrüstungen nach dem langen Transport nach Japan noch hundertprozentig funktionieren und machen sie wettkampftauglich. Natürlich kümmern sie sich auch um die Alltags-Hilfsmittel der Athleten. Oft geht es hier zu wie im Boxenstopp.“

Das Technikerteam von Ottobock erwartet mehr als 2.000 Reparaturen – allein 200 an Spitzentagen. Dabei gleicht keine Reparatur der anderen: Etwa 4.400 AthletInnen treten in 22 verschiedenen Sportarten an mit einer Vielzahl von individuellen Hilfsmitteln. Der Service reicht vom einfachen Aufpumpen eines Rollstuhlreifens bis hin zu komplexen Reparaturen. Eine Sportprothese zum Beispiel stellen die SpezialistInnen mit höchster Präzision auf die individuellen Anforderungen ein. Hierfür nutzen sie Lasermessgeräte.

Beeindruckende Zahlenspiele

Zu der Hauptwerkstatt im Paralympischen Dorf errichtet das Unternehmen 14 kleinere Reparatur- und Servicezentren an den Wettkampfstätten für die „Erste Hilfe“ vor Ort. Zusätzlich im Einsatz ist eine komplett ausgestattete mobile Werkstatt.

Die Ottobock-Werkstatt bietet 700 Quadratmeter Raum für Reparaturen, Wartung und Service. 18 Tonnen Ausrüstungsgegenstände und Maschinen, z.B. Trichterfräsen, Bandsägen, Infrarotwärmeofen, Ständerbohrmaschinen und Schweißgeräte, werden benötigt. 17.300 Ersatzteile, von Schrauben über Prothesenkniegelenke bis hin zu Rollstühlen, sind dabei. Geöffnet ist die Werkstatt von 8 bis 23 Uhr, zusätzlich gibt es eine 24 Stunden-Notfall-Hotline.

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