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Tag der Inklusion: Menschenrechte sind nicht verhandelbar

5. Mai 2026

Am 5. Mai wird europaweit der Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung begangen. Das diesjährige Motto ist klar und unmissverständlich: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“ Die UN-Behindertenrechtskonvention ist dabei kein „Nice-to-have“, sondern eine verbindliche Grundlage für eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt und barrierefrei teilhaben können. Barrieren zeigen sich nicht nur im öffentlichen Raum, sondern beginnen oft in unseren Köpfen und in unserer Sprache.

Wie wir über Menschen mit Behinderung sprechen, prägt unsere Wahrnehmung und unser Zusammenleben. Sprache kann Barrieren abbauen, aber auch neue schaffen. Ein zentraler Ansatz ist das sogenannte „Person-First“-Prinzip: Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Behinderung. Es geht also nicht um „die Behinderten“, sondern um Menschen mit Behinderung.

Diskriminierungsfreie Sprache bedeutet, bewusst und respektvoll zu formulieren. Begriffe wie „an den Rollstuhl gefesselt“ vermitteln ein falsches Bild – der Rollstuhl ist ein Hilfsmittel zur Mobilität. Treffender ist die Formulierung eines Menschen, der einen Rollstuhl nutzt. Auch veraltete Begriffe wie „taubstumm“ sollten vermieden werden; stattdessen spricht man von gehörlosen oder tauben Menschen. Formulierungen wie „leidet unter“ suggerieren zudem einen dauerhaften Leidenszustand, obwohl eine Behinderung eine Tatsache ist und nicht das gesamte Leben bestimmt.
Unterstützung bietet die „Teilhabe 4.0 Toolbox“, ein KI-gestütztes Tool, das bei der Formulierung diskriminierungsfreier Texte hilft. Für das Österreichische Paralympische Committee steht fest: Inklusion beginnt nicht erst im Sport, sondern im Denken, im Handeln und in der Sprache. Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

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