Fotocredit: ©Aleksander Murat Photography
Para-Boccia-Duo holt Silber in Polen
Für Michael Kiefler und Steffi Proßegger hat der Weg Richtung Paralympische Spiele LOS ANGELES 2028 längst begonnen. Beim internationalen Para-Boccia-Turnier in Polen holte das österreichische Duo im BC3-Paarbewerb die Silbermedaille und sammelte damit nicht nur einen weiteren internationalen Erfolg, sondern auch wertvolle Erfahrung für die kommenden Aufgaben.
Vom 3. bis 11. August waren Kiefler und Proßegger gemeinsam mit ihren Rampenassistentinnen Marie-Therese Plass und Summer Joanna Miskov in Polen im Einsatz.
Im Paarbewerb präsentierten sich die Österreicher:innen von Beginn an stark. Zum Auftakt gelang ein 5:2-Erfolg gegen Saudi-Arabien, gegen Gastgeber Polen behielten Kiefler und Proßegger nach einem 5:5 im Tie-Break die Oberhand. Mit einem 3:2 gegen Tschechien machten sie den Gruppensieg perfekt.
Auch im Halbfinale ließ das Duo nicht locker und setzte sich deutlich mit 7:2 gegen Kanada durch. Erst im Endspiel wurde der Erfolgslauf gestoppt: Gegen die Italiener Gabriele Zendron und Michela Favini mussten sich Kiefler und Proßegger mit 3:5 geschlagen geben. Silber bedeutete dennoch den nächsten gemeinsamen internationalen Erfolg. Bereits 2024 hatten die beiden in Poznań mit Bronze im BC3-Paarbewerb angeschrieben.
„Natürlich hätten wir uns im Finale noch mehr gewünscht. Wenn man große Ziele hat, ist man enttäuscht, wenn man sie nicht ganz erreicht. Gleichzeitig zeigt uns diese Silbermedaille, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Siege geben Selbstvertrauen, Niederlagen zeigen uns, woran wir noch arbeiten müssen. Unser nächstes großes Ziel ist die Qualifikation für die Europameisterschaft 2027 – und langfristig wollen wir gemeinsam zu den Paralympischen Spielen LOS ANGELES 2028. Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor uns, aber genau solche Turniere bringen uns Schritt für Schritt weiter“, sagt Kiefler.
Proßegger knapp an zweiter Medaille vorbei
Auch im BC3-Einzelbewerb spielte Proßegger ein starkes Turnier. In der Gruppenphase gewann sie gegen Marcela Cermakova aus Tschechien mit 6:2 und Małgorzata Perlińska aus Polen mit 4:2. Im Viertelfinale folgte ein klares 6:0 gegen eine Athletin aus Saudi-Arabien.
Im Halbfinale musste sich Proßegger der späteren Turniersiegerin Edyta Owczarz aus Polen geschlagen geben. Nach dem Spiel um Bronze gegen die Italienerin Michela Favini belegte sie den vierten Platz und verpasste damit eine weitere Medaille nur knapp.
Kiefler bekam es im Einzel mit einer besonders stark besetzten Fünfergruppe zu tun. Nach einem 6:3-Auftakterfolg gegen den Tschechen Marek Drahonsky folgten Niederlagen gegen Jarosław Plewa aus Polen (2:6) und den späteren Turniersieger Gabriele Zendron aus Italien (0:8). Zum Abschluss setzte sich Kiefler gegen Suliman Alrtaig aus Saudi-Arabien mit 4:3 durch. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen verpasste er den Einzug ins Halbfinale knapp.
Für Kiefler und Proßegger geht der Blick damit bereits nach vorne. Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2027 ist das nächste große Etappenziel. Langfristig führt der gemeinsame Weg in Richtung Paralympische Spiele LOS ANGELES 2028.







































