Fotocredit: ©Peter Maurer/Cycling Austria

Frühwirth und Wibmer jubeln bei der Para-Cycling-WM

5. Sep. 2026

Thomas Frühwirth ist zum Auftakt der Para-Cycling-WM in Huntsville (USA) erneut ganz oben auf dem Podest gelandet. Der Steirer verteidigte am Freitag seinen Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren der H4-Klasse erfolgreich und holte zum dritten Mal in Folge WM-Gold im Kampf gegen die Uhr. Cornelia Wibmer sorgte mit Bronze für die zweite österreichische Medaille des Tages, Alexander Gritsch belegte Rang sechs.

Frühwirth war mit hohen Erwartungen nach Alabama gereist. Die Vorbereitung war nahezu nach Wunsch verlaufen: Auf zehn Trainingstage in den italienischen Alpen folgten drei intensive Wochen mit Intervallen und Hitzetraining zu Hause. Bei Testfahrten hatte der 45-Jährige teilweise Leistungswerte erreicht, die selbst für ihn Neuland waren.

„Deswegen waren die Erwartungen auch sehr hoch und das Podium war, etwas überheblich gesagt, das Minimalziel. Aber Training und Rennen sind eben nicht das Gleiche“, so Frühwirth.

Auch die Bedingungen verlangten den Athlet:innen einiges ab. Bei Temperaturen zwischen 35 und 38 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit warteten im Zeitfahren 28 anspruchsvolle Kilometer. Frühwirth ließ sich davon nicht beeindrucken.

„Ich konnte abliefern. Die Leistung entsprach voll meinen Trainingsleistungen und war fast noch besser als erhofft.“

Bereits nach der ersten von zwei Runden lag der Steirer 15 Sekunden in Führung. In der zweiten Hälfte des Rennens baute er seinen Vorsprung deutlich aus und erreichte nach 39:11 Minuten das Ziel. Das entsprach trotz des leicht welligen Streckenprofils einem Schnitt von beinahe 45 km/h.

Callum Russell aus Großbritannien sicherte sich mit 40,1 Sekunden Rückstand Silber, der Franzose Joseph Fritsch belegte mit 54,29 Sekunden Rückstand Platz drei.

Für Frühwirth war es der dritte WM-Titel im Einzelzeitfahren in Serie. Dass er sich auch mit 45 Jahren weiterhin auf höchstem Niveau steigern kann, führt der Steirer vor allem auf eines zurück: „17.000 reale Trainingsstunden in 22 Jahren, davon 16 Jahre echter Leistungssport. Und noch immer ehrliche, wahre Freude daran!“

Auch Alexander Gritsch zeigte im H4-Zeitfahren eine starke Leistung. Der Tiroler belegte den sechsten Platz, auf einen Podestplatz fehlten ihm knapp 50 Sekunden.

Wibmer kämpft sich zu Bronze

Bei den Frauen durfte das österreichische Team über die nächste Medaille jubeln. Cornelia Wibmer fuhr trotz technischer Probleme zu WM-Bronze.

Die Salzburgerin musste während des Rennens mit Schwierigkeiten an der Schaltung kämpfen, ließ sich davon aber nicht aus dem Rhythmus bringen. Am Ende fehlten ihr 1:06 Minuten auf die überlegene Siegerin Emelia Perry aus den USA. Silber ging an Sandra Fuhrer aus der Schweiz, die 55,98 Sekunden hinter Perry ins Ziel kam.

Ganz zufrieden war Wibmer trotz der Medaille nicht: „Sie hätte ich auch ohne die Probleme nicht erwischt, aber vielleicht wäre Silber drinnen gewesen für mich.“

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