Fotocredit: ©e-motion|Zolles

Ein Unentschieden, viele Sieger bei den Erste Bank Open

31. Okt. 2026

Vor dem Finale des Rollstuhltennisturniers powered by win2day in der Wiener Stadthalle wurde in der Marx Halle am Samstag auch noch einmal Rollstuhltennis gespielt. Die 45-minütige „Österreicher-Exhibition“ zwischen Nico Langmann und Maximilian Taucher lockte bereits um 11 Uhr hunderte Fans an und endete in einem freundschaftlichen 5:5.

Gespielt wurde diesmal auf dem größeren #glaubandich Court. Zwar wurde in Duell der beiden besten Österreicher diesmal kein Sieger ermittelt, Grund zur Freude hatten beide dennoch. Gut gefüllte Tribünen, spektakuläre Ballwechsel – Werbung pur für Rollstuhltennis.

„Danke an alle, die auch heute wieder hier waren, um Rollstuhltennis zu sehen. Die ganze Woche war großartig und hat sehr viel Spaß gemacht. Heute war der krönende Abschluss. Das Match hat zwar niemand gewonnen, aber wir sind alle Sieger“, so Langmann nach der Partie.

Taucher bedankte sich ebenfalls beim Publikum und seinem Team: „Danke an alle Zuschauer, aber auch an die Coaches, an die Eltern – ohne sie wären wir nicht hier. Es war eine große Ehre für mich, Teil der Erste Bank Open zu sein, eine unglaubliche Erfahrung.“

Aus Langmanns Sicht wurde das Konzept Rollstuhltennisturnier powered by win2day in diesem Jahr auf die nächste Stufe gehoben. „Wir hatten zwei Spieler mehr am Start, das bedeutet auch mehr Aufwand in Sachen Logistik, Spielplan, rundherum. Danke an Herwig und sein Team, dass wir es gemacht haben. Mit Maxi einen zweiten Österreicher im Turnier zu haben, war genial.“

Gegenseitige Wertschätzung

Seinem rund zehn Jahr jüngeren Landsmann traut Langmann viel zu. „Maxi ist für sein Alter sehr weit, er ist wissbegierig und will sich stetig verbessern. Das ist neben den Tools auf dem Platz sehr wichtig. Außerdem hat er ein tolles Team um sich und macht große Fortschritte in allen Belangen. Für mich ist es cool, wenn wir mehrere Österreicher auf einem guten Niveau haben.“

Taucher gab die Komplimente umgehend zurück. „Nico hat eine großartige Karriere und ist nicht nur ein toller Spieler, sondern auch ein unglaublich guter Botschafter für das Rollstuhltennis. Wie er auf und neben dem Platz agiert – da kann ich mir viel abschauen. Hoffentlich haben wir in den nächsten Jahren noch viele spannende Duelle auf dem Court.“

Gleich im Anschluss packten die beiden ihre Tennistaschen und verabschiedeten sich in Richtung Stadthalle zum britischen Traumfinale Alfie Hewett gegen Gordon Reid.

Hewett enttrohnt Reid

Top-Favorit gegen Titelverteidiger. Das Drehbuch für das Endspiel des Rollstuhltennisturniers powered by win2day in der Wiener Stadthalle hätte man nicht besser schreiben können. Die vollen Tribünen sorgten für die entsprechende Kulisse. Zum Hauptdarsteller avancierte Alfie Hewett: Der 37-fache Grand-Slam-Sieger, aktuell Nummer zwei der Welt, ließ von Beginn an nichts anbrennen. Mit wuchtigen Schlägen und starken Varianten dominierte er die Partie und ließ seinem Landsmann Reid, Nummer 5 der Welt und Vorjahressieger, keine Chance.

„Ich bin das erste Mal in Wien, es ist eine unglaubliche Erfahrung. Auf diesem ikonischen Court vor so vielen Menschen zu spielen – davon träumst du als Rollstuhltennisspieler. Danke an die Organisation für diese Bühne. Wir wollen unseren Sport bestmöglich präsentieren. Dieses Turnier hat Zukunft, ich freue mich darauf, wieder zu kommen“, so Hewett nach dem Triumph. Neben 37 Grand-Slam-Titeln (11 Einzel, 26 Doppel) und Paralympics-Gold kann sich der 28-Jährige nun auch Wien-Sieger nennen.

Sein langjähriger Doppel-Partner Reid gratulierte umgehend. „Alfie hatte heute den besseren Tag, er hatte auf alles eine Antwort. Das muss man anerkennen und gratulieren“, sagte der Schotte. „Danke an alle, die das ermöglichen. Nico hat wieder einen großartigen Job gemacht, uns hierher zu bringen. Dieses Turnier ist grandios, wir Spieler fühlen uns hier wertgeschätzt. Hoffentlich können wir das gemeinsam weiter ausbauen. Danke an alle, die heute dabei waren – es war eine Freude, vor euch zu spielen.“

„Playing Ambassador“ Nico Langmann übernahm mit Turnierdirektor Herwig Straka und Turnierbotschafter Thomas Muster die Siegerehrung. „Dieses Finale war die beste Werbung für Rollstuhltennis. Das Niveau war unfassbar, die Leute in der Halle haben lautstark mitgefiebert. Die sportliche Leistung stand im Vordergrund – und genau darum soll es gehen“, so Langmann. Nachsatz: „Wir haben das Rollstuhltennisturnier noch einmal auf das nächste Level gehoben. Diese Woche war einfach genial!“

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