Fotocredit: ©Hitradio Ö3/Thomas Wunderlich
Veronika und Johannes Aigner bei Ö3-„Frühstück bei mir“
Sie waren die großen Abräumer bei den Paralympischen Winterspielen MILANO CORTINA: Mit insgesamt neun Medaillen – davon sieben goldene – sind Veronika und Johannes Aigner zurück nach Österreich gekommen. Am Sonntag, den 22. März sind die beiden erfolgreichen Para-Ski-Asse zu Gast in Ö3-„Frühstück bei mir“.
Wie lautet das Erfolgsrezept der Geschwister, die mit Grauen Star geboren wurden und nur 8 Prozent Sehkraft haben? „Wir sind von klein auf gefördert worden, trotz unserer Behinderung. Und der Spaß am Skifahren ist unser größter Antrieb“, schildert Johannes Aigner. Der Weg war allerdings oft steinig – so erzählt Veronika, dass sie in Teenage-Jahren in der Schule stark gemobbt wurde. „‚Dioptrien-Otto‘, so haben sie mich verspottet oder: ‚Das Bauernmadl, das nix siacht.‘ Wenn sich ein Bursch genähert hat, hat es geheißen: ‚In Wahrheit ist der blind, weil er sich für dich interessiert.‘ Aber ich habe gelernt, mich zu wehren.“
Für Ö3-„Frühstück bei mir“ hat Johannes auf den Bauernhof seiner zukünftigen Schwiegereltern in Trattenbach im südlichen Niederösterreich geladen, mit 18 Kühen, fünf Katzen, vielen Hühnern und einem Hund. Dort lebt der 20-Jährige seit 2024 mit seiner Freundin Lena Ofner, seit dreieinhalb Jahren sind sie ein Paar. Die Pläne für die Zukunft sind schon sehr konkret: „Ich werde Lena sicher in den nächsten drei Jahren einen Heiratsantrag machen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass sie die Frau für mein Leben ist. Wir werden nahe dem Hof der Eltern ein Haus bauen und Kinder haben“, so Johannes Aigner im Gespräch mit Claudia Stöckl. Der erfolgreiche Aigner-Spross wird sich dann auch vom mittlerweile berühmten Namen trennen. „Ich werde dann Johannes Ofner heißen. So gehört sich das, wir wohnen ja auch am ‚Ofner‘-Hof. Dann fahre ich halt als Johannes Ofner Ski.“
Johannes könnte von seiner 23-jährigen Schwester Veronika allerdings in Sachen Hochzeit überholt werden – obwohl: „Wir wollen daraus kein Wettrennen machen“, meint sie lachend. Ihr Freund Roland Kasehs, von Beruf Gärtner, ist beim Ö3-„Frühstück“ dabei und schildert: „Ich werde Veronika sicher innerhalb dieses Jahres einen Antrag machen. So eine Frau wie sie habe ich vorher noch nie kennengelernt.“ Und die Para-Skiläuferin schwärmt: „Roland hat 14 Monate auf mich gewartet, weil ich nach der Trennung davor erst heilen wollte. Ich weiß aber, dass ich mit ihm den Jackpot gemacht habe. Ich sage sicher ‚Ja‘, wenn er mich fragt.“
Viel Glauben an die Liebe also in der Aigner-Skifamilie, die von der BBC wegen ihrer Musikalität sogar mit der „Familie Trapp“ verglichen wurde, aber mittlerweile kaum mehr gemeinsam anzutreffen ist. Veronika Aigner dazu: „Die Aigner-Skifamilie gibt es so nicht mehr. Wir sind erwachsen und ausgezogen. Privat lebt jeder sein eigenes Leben und das ist auch wichtig.“ Außerdem haben sich Christian und Petra Aigner, die Eltern der insgesamt fünf Geschwister, vor einigen Monaten getrennt, der Vater ist ausgezogen und die Kinder sprechen von einer bevorstehenden Scheidung. „Es war schwierig, bei den Paralympics das Thema auch noch im Kopf zu haben. Jedenfalls war es für uns keine Überraschung. Wenn es nicht mehr passt, dann passt es nicht mehr. Sie haben sich auseinandergelebt“, sagt Johannes Aigner. „Jetzt geht es darum, dass man sich gemeinsam an einen Tisch setzt und eine Lösung findet, dass keiner böse auf den anderen ist.“
Ö3-„Frühstück bei mir“ am Sonntag (22. März) von 9 bis 11 Uhr auf Ö3.






































