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Salcher beendet Abfahrts-Karriere als bester Österreicher
Für Markus Salcher war die Abfahrt bei den Paralympischen Winterspielen MILANO CORTINA 2026 mehr als nur ein Rennen. Der Kärntner bestritt auf der Tofana die letze Abfahrt seiner Karriere – und verabschiedete sich mit einem beherzten Lauf und viel Emotionen aus seiner Lieblingsdisziplin.
Schon vor dem Start war die besondere Bedeutung dieses Rennens spürbar. „Ein bisschen sentimental bin ich schon – am Start spielt das aber keine Rolle“, sagte Salcher. „Ich möchte noch einmal alles reinhauen und mit einem guten Gefühl abschwingen.“
Im Ziel stoppte die Uhr bei +2,96 Sekunden, was ihm zunächst Zwischenrang drei einbrachte. Am Ende bedeutete das Platz acht – Salcher ist – wie so oft in seiner Karriere – der beste Österreicher in der Abfahrt. Direkt dahinter landete Nico Pajantschitsch, der mit 3,00 Sekunden Rückstand auf Rang neun fuhr. Manuel Rachbauer schied aus, Thomas Grochar verzichtete auf ein Antreten.
„Das ist einfach richtig schön“
Für Salcher stand an diesem Tag jedoch nicht nur das Ergebnis im Vordergrund. Rund 120 Fans waren nach Cortina gereist, um den Kärntner bei seiner letzten Paralympics-Abfahrt zu unterstützen. „Es freut mich wirklich sehr, dass so viele Leute gekommen sind“, erzählte er im Ziel. „Da ist ein richtiger Fanclub dabei – meine Familie, meine Nichte, bei der ich Taufpate werde, und mein bester Freund, bei dessen Hochzeit ich Trauzeuge sein darf. Aus meinem Heimatort ist ebenfalls ein Bus angereist. Das ist einfach richtig schön.“
„Als ich im Sessellift gesessen bin, habe ich geschaut, dass ich allein sitze, weil ich den Lauf noch einmal im Kopf durchgehen wollte“, sagte er. „Da kommen dann schon Emotionen hoch, weil einem die ganze Abfahrtskarriere noch einmal durch den Kopf geht.“ Dass es seine letzte Paralympics-Abfahrt war, machte den Moment zusätzlich besonders. „Man muss schon sagen: Ich fahre für mein Leben gern Rennen“, so Salcher. „Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man auch etwas anderes im Leben machen möchte. Ich glaube, ich habe den richtigen Moment gewählt. Wenn man dann zurückblickt, ist das einfach ein schönes Gefühl.“






































