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Puch muss EM auslassen
Der Championats-Sommer geht in die nächste Runde: Von 3. bis 7. September 2025 trifft sich die Para-Dressur-Elite im niederländischen Ermelo zur Europameisterschaft. Österreich hatte mit drei Paarungen die Qualifikation geschafft – doch nun kommt es zu einer schmerzhaften Absage: Der mehrfache Paralympics-Medaillengewinner Pepo Puch muss aufgrund einer Knieverletzung passen.
„Beim Absteigen habe ich mir Meniskus und Außenband verletzt. Da ich in den Beinen kein Gefühl habe, spüre ich solche Dinge oft zu spät. Die Spastik macht es zusätzlich schwierig – ich kann momentan kaum gehen, geschweige denn reiten. Das muss ich akzeptieren, auch wenn es mir nach so vielen Jahren schwerfällt, bei einer EM nicht dabei zu sein“, erklärt Puch.
Damit ruht Österreichs Hoffnung auf Bernd Brugger mit Bequia Simba (Grade IV), Julia Sciancalepore mit Heinrich IV (Grade I).
Für Puch, der mit Royale Choice eigentlich in Grade II antreten sollte, kommt die EM schlicht zu früh. „Wenn der Bewerb in sechs Wochen wäre, könnte man vielleicht über einen Start diskutieren. Aber so muss ich auf meinen Körper hören und die Gesundheit in Ordnung bringen, damit so etwas nicht wieder passiert“, sagt das heimische Para-Aushängeschild.
Dabei hatte der Routinier zuletzt noch starke Signale gesetzt. Beim Zürcher Master überzeugte er die internationale Jury mit harmonischen Auftritten, die Wertnoten lagen bei über 75 Prozent. „Zwischen Royal Choice und mir herrscht sehr viel Harmonie, das strahlen wir auch aus. Ich bin optimistisch, dass wir das in Zukunft noch öfters zeigen können.“
Österreichs Team muss also ohne seinen Aushängereiter antreten, blickt aber dennoch mit Optimismus nach Ermelo. Brugger und Sciancalepore haben sich in der laufenden Saison ebenfalls gut präsentiert. Puch selbst denkt bereits an den Weg zurück: „Lieber ein Championat auslassen und danach fit sein, als jetzt etwas riskieren.“