Fotocredit: ©ÖPC/Johannes Friedl
Grochar und Rachbauer leben „Rivalität“, Freundschaft und Teamspirit
„Manuel Rachbauer, Legende!“
Mit diesem Ausruf beantwortete Para-Skifahrer Thomas Grochar bei den ÖPC-Medientagen in Steinach am Brenner die letzte Frage bei der beinharten „Liegestütz-Challenge“.
Diese nach 52 „Push Ups“ in rund zwei Minuten ließ bereits erahnen, wie stark das Band zwischen dem Kärntner und dessen Teamkollegen Manuel Rachbauer ist. Zwei Monate später, im Rahmen der Einkleidung für die Paralympics MILANO CORTINA 2026 klären die beiden über ihre Freundschaft auf.
„Wir haben uns durch den Sport kennengelernt. Ich habe ihn sehr gerne und schätze ihn sehr. Er ist ein unglaublich lustiger Typ“, verrät Grochar. Der um sieben Jahre jüngere Rachbauer erinnert sich noch an das erste Aufeinandertreffen: „Es ist sicher zwölf oder 13 Jahre her, dass wir uns zum ersten Mal bei einem Rennen über den Weg gelaufen sind“, so der Tiroler, der verrät: „Tom war eines meiner Vorbilder.“
Die Frage nach dem ‚Warum‘ beantwortet der Mann aus Ebbs dann aber mit einem Augenzwinkern. „Man braucht den Tom nur anzuschauen. Er ist ein Traum-Mann, unser Adonis.“ Und ohne Augenzwinkern? „Er ist ein klasse Bursch‘ mit vielen guten Eigenschaften – und auf den Skiern und im Training ist er ein echter ‚Hakler‘!“
Eigenschaften, die sich Grochar übrigens auch wirklich selbst zuschreibt. „Mich macht mein Ehrgeiz aus, weniger mein Talent. Meine Grundeinstellung ist es, dass ich mir nach einem Rennen nichts vorwerfen möchte.“ Der Klagenfurter geht nächsten Monat in seine vierten Paralympics, tritt in den technischen Disziplinen sowie im Super-G an und hat sich eine Medaille zum Ziel gesetzt.
Mit seinem „Erfahrungsvorteil“ geht Grochar aber nicht gerne „hausieren“. Er sei zwar ein Teamplayer, aber aufspielen wolle er sich keinesfalls. „Aber natürlich sage ich meine Meinung gerne, wenn ich gefragt werde. Es ist selbstverständlich, dass man sich gegenseitig hilft“, unterstreicht der Vizeweltmeister von 2017.
Dass Grochar für Tipps zu haben ist, bestätigt auch Freund Rachbauer. „Wir besichtigen zusammen, tauschen uns über die Schwierigkeiten auf der Strecke aus, auch wenn wir im Rennen Gegner sind und sich die Linienwahl aufgrund unserer unterschiedlichen Behinderung oftmals unterscheidet.“
Was die beiden kaum unterscheidet, ist deren Sinn für Humor. In guter Regelmäßigkeit zieht sich das Duo selbst im Inerview bei jeder Gelegenheit durch den sprichwörtlichen Kakao. Oder doch durch den Kaffee? „Der Tom schuldet mir einen Kaffee, der Schnorrer“, schießt es Rachbauer plötzlich ein.
Die gute Atmosphäre bei der Einkleidung kommt jedenfalls nicht von ungefähr. Die Stimmung im Para-Ski-Team ist während der ganzen Saison über gut. „Nicht nur der Tom ist ein super Teamkollege, das gleiche gilt auch für Nico (Anm./Pajantschitsch), Markus (Anm./Salcher) und all die anderen.“ Grochar unterstreicht: „Wir verbringen so viel Zeit im Jahr miteinander. Es ist schön, dass wir uns alle so gut verstehen.“






































