Fotocredit: ©ÖPC/GEPA-Pictures

Grochar nach Bronze: „Einen in die Rüstung römern“

10. März 2026

Emotionaler Schlusspunkt für das Paralympic Team Austria bei den Paralympischen Winterspielen MILANO CORTINA 2026 am Dienstag: Thomas Grochar sicherte sich bei seinen vierten und letzten Paralympics in der Kombination seine erste Medaille. Beim Jubel über Bronze hatte der Kärntner Freudentränen in den Augen.

Grochars Renntag glich einer Achterbahnfahrt. Den Grundstein für die Medaille legte er im ersten Teil, dem Super-G. Nach einer beherzten Fahrt lag der 32-Jährige auf Zwischenrang zwei. Im Slalom riskierte er, verlor jedoch Zeit und überquerte auf Platz drei die Ziellinie. Verzweiflung pur, denn Halbzeitleader Aleksei Bugaev (RUS) gilt als einer der besten Slalomläufer im Feld.

„Ich habe auf die Ergebnisliste geschaut und gesehen, dass ich Dritter bin. Dann habe ich mir gedacht: ‚Verdammt, da steht noch einer der besten Slalomfahrer oben.‘ Der hatte eigentlich einen sauberen Vorsprung, also dachte ich mir: Wenn der halbwegs ordentlich runterfährt, dann ist er vorne und ich bin Vierter“, so Grochar.

Also drehte er sich im Zielbereich bereits weg, um den beiden vor ihm liegenden Läufern zu gratulieren. Plötzlich wurde es leise im vollgefüllten Zielstadion. „Plötzlich haben alle rundherum zu jubeln begonnen. Ich habe noch einmal auf die Anzeige geschaut – und dann habe ich erst realisiert, dass es tatsächlich reicht.“

Die Paralympics-Bronzemedaille kommt für den Vize-Weltmeister von 2017 etwas überraschend: „Ich weiß, dass ich gut Ski fahren kann, aber bei Paralympics hat es nie so richtig funktioniert. Dass es heute wirklich für eine Medaille reicht, damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Es war einfach ein richtig gutes Rennen.“

Im Zielbereich hatte er mit den Tränen zu kämpfen. „Wenn man so viele Jahre hart arbeitet und eine lange Karriere hinter sich hat, dann ist so ein Moment einfach ein riesiges Glücksgefühl. Man denkt auch an die schwierigeren Zeiten zurück“, so Grochar. „Die Erleichterung ist gerade riesig. Und ich freue mich brutal für mein ganzes Team. Es arbeiten so viele Leute mit mir oder für mich, damit ich meine Ziele erreichen kann. Über eine ganze Karriere hinweg kann man das nie vollständig zurückgeben. Aber so eine Medaille ist etwas, das alle Beteiligten nie vergessen werden.“

Dass Grochar auch auf den Putz hauen kann, wird er am Dienstagabend im Österreich-Haus unter Beweis stellen. „Heute geben wir sicher Gas. Wie man in Italien sagt: ‚Einen in die Rüstung römern‘. Wir werden das im Österreich-Haus gebührend feiern. Das wird heute der eigentliche Höhepunkt.“

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