Fotocredit: ©ÖPC/GEPA-Pictures

Gold in der Abfahrt: Veronika Aigner holt erste Medaille für das Paralympic Team Austria

7. März 2026

Emotionen pur im Zielraum der Tofana: Veronika Aigner sorgte in der Abfahrt der sehbehinderten Klasse für die erste Goldmedaille für das Paralympic Team Austria. Nach einem starken Lauf ließ sich die Niederösterreicherin im Ziel vor Erleichterung auf den Boden fallen – wenige Minuten später war klar: Gold für Österreich.

Mit Startnummer drei legte Veronika Aigner in der Abfahrt einen nahezu fehlerfreien Lauf hin. In 1:22,55 Minuten setzte sie eine neue Bestzeit und lag damit zunächst deutlich vor der Konkurrenz. Unmittelbar nach der Zieleinfahrt ließ sich Aigner vor Erleichterung auf den Boden fallen, während im Zielbereich großer Jubel ausbrach.

Doch unmittelbar danach begann das Zittern. Mit Startnummer vier ging Lokalmatadorin Chiara Mazzel ins Rennen, die bereits in den Trainings mit starken Leistungen aufgezeigt hatte und im zweiten Training die Bestzeit gefahren war. Gemeinsam mit Guide Nicola Cotti Cottini kam die Italienerin gefährlich nahe an die Zeit der Österreicherin heran, musste sich am Ende jedoch um 48 Hundertstelsekunden geschlagen geben. Den dritten Platz sicherte sich Alexandra Rexova aus der Slowakei, die mit Guide Sophia Polak ins Rennen ging. Sie hatte im Ziel einen Rückstand von 4,90 Sekunden auf die Bestzeit.

Erst als klar war, dass die Bestzeit tatsächlich halten würde, brachen bei Aigner und ihrer Guide Lilly Sammer endgültig alle Dämme. „Als Lilly gesagt hat, dass Chiara hinter uns ist, haben wir beide geweint“, schilderte Aigner die emotionalen Momente im Ziel. „Wir sind erst seit kurzem ein Duo, haben unsere gemeinsame Trainingszeit aber intensiv genutzt – ich freue mich riesig, dass wir das gemeinsam runtergebracht haben.“

Auch für Sammer war der Moment kaum zu fassen. „Es ist voll schön, ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte sie. „Ich habe gesehen, wie bei Vroni im Ziel alles abgefallen ist – und dann ist sie schon am Boden gelegen.“

Die Nacht davor war für die 23-Jährige alles andere als ruhig verlaufen. „Ich habe gestern kaum schlafen können. Wir sind mit einer gewissen Anspannung an den Start gegangen“, erzählte Aigner. Schon während der Fahrt habe sie gespürt, dass es ein guter Lauf werden könnte: „Wir haben es unter dem Lauf schon gemerkt, auch wenn wir beim zweiten Sprung ein paar Probleme hatten. Im Ziel ist dann die komplette Anspannung weggefallen.“

Der Erfolg gibt auch Aufwind für die kommenden Bewerbe: „Der Druck ist jetzt gesunken. Wir wissen, was wir können – das Vertrauen muss einfach stimmen. Im Super-G geben wir auch noch einmal Gas. Wir gehen mit einem guten Gefühl hinein.“

Besonders emotional war der Erfolg auch im Hinblick auf die Umstände. Kurz vor den Paralympischen Spielen verletzte sich Schwester und Guide Elisabeth:. „Dass das heute gelungen ist, ist besonders.. Lilly ist mir nicht böse, wenn ich sage: Ich wäre gern mit Lisi gefahren. Aber Lilly fährt sehr ähnlich wie Lisi. Ich bin froh, dass wir uns gegenseitig so gut runtergebracht haben.“

Und auch an ihren Bruder dachte die frischgebackene Goldmedaillengewinnerin unmittelbar nach dem Rennen. „Ich hoffe, Hansi drückt den Ski genauso gut runter und holt sich auch die Goldmedaille.“

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