Fotocredit: ©ÖPC/GEPA-Pictures

Emotionaler Abschied

14. März 2026

Mit dem Riesentorlauf bei den Paralympischen Winterspielen MILANO CORTINA 2026 ist eine der größten Karrieren im österreichischen Para-Sport zu Ende gegangen. Markus Salcher, siebenfacher Paralympics-Medaillengewinner und achtfacher Weltmeister, hat seine Ski ein letztes Mal im Renntempo angeschnallt. Im Interview spricht der Kärntner über seinen emotionalen Abschied, die Härte der letzten Saison – und warum er dem Para-Sport auch in Zukunft erhalten bleiben will.

Markus, jetzt ist es tatsächlich vorbei. Deine Paralympics-Reise, deine Karriere. Was geht dir da durch den Kopf?

Markus Salcher: Es war einfach schön. Das muss man wirklich sagen. In der Früh aufzustehen, die Vorbereitung ein letztes Mal zu machen und ein letztes Mal oben zu stehen und den Kurs durchzugehen, das war richtig schön.

Wie behältst du deinen letzten Lauf in Erinnerung?

Salcher: Das wird immer eine schöne Erinnerung bleiben. Wir haben das auch bewusst zelebriert – mit meinem Servicemann Stefan und mit meiner Physio Luisa. Wahrscheinlich habe ich im ersten Durchgang ein bisschen etwas liegen lassen. Aber ich bin froh, dass ich gut ins Ziel gekommen bin. Rang 13 – das passt. So kann man eine Karriere ausklingen lassen.

Die Stimmung bei deiner letzten Fahrt war großartig. Hast du die Atmosphäre genießen können?

Salcher: Das ist schon etwas Besonderes. Wenn ich mir vorstelle, meine Karriere wäre nach Peking zu Ende gewesen, dann wäre das vielleicht etwas trostlos gewesen. So einen Abschluss mit dieser Stimmung zu erleben, das ist großartig. Ich denke auch, der Zeitpunkt passt. Als Sportler möchte man eigentlich immer selbst entscheiden können, wann Schluss ist. Dieses Privileg hatte ich.

Du hast es schon öfter angesprochen: Wie hart war diese letzte Saison körperlich?

Salcher: Es war schon zäh, das muss man sagen. Der Saisonstart war eigentlich gut, mit zwei dritten Plätzen in der Abfahrt in Cortina und in Santa Caterina. Dann kam aber das Problem mit dem Knie, und das hat mich etwa einen Monat Vorbereitung auf Cortina gekostet. Aber ich habe nicht aufgegeben, kontinuierlich daran gearbeitet und auch mein Start-Ritual komplett umgebaut. Das war kräftezehrend, aber es hat sich ausgezahlt, weil ich noch einmal hier stehen durfte.

Der Para-Sport wird Markus Salcher ja nicht verlieren. In welcher Form wirst du dem Sport erhalten bleiben?

Salcher: Mir ist wichtig, dass das Team wieder wächst und das Teamgefüge passt. Daran möchte ich arbeiten. Besonders in meinem Verein, dem Kärntner Behindertensportverband, möchte ich erreichen, dass mehr Kinder und Eltern mit Kindern zu uns finden. Von dort soll dann der Weg über die Vereine weitergehen. Das ist natürlich ein langfristiges Projekt – aber ich möchte nachhaltig etwas aufbauen.

Abschließend: Wenn du all den Menschen, die dich über die Jahre begleitet und unterstützt haben, noch etwas sagen könntest – was wäre das?

Salcher: Einfach: Danke. Danke, dass ihr immer hinter mir gestanden seid – auch in schwierigen Zeiten. Besonders schön waren für mich immer die Begegnungen auf Augenhöhe – das werde ich nie vergessen.

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