Fotocredit: ©ÖPC/Johannes Friedl
Egger-Riedmüller: „Tipps hole ich mir einfach von Markus Salcher“
Für Stefan Egger-Riedmüller beginnt mit MILANO CORTINA ein neues Kapitel. Der 29-jährige Tiroler wird erstmals bei Paralympischen Winterspielen an den Start gehen – als einziger nordischer Athlet im Paralympic Team Austria. „Es ist eine große Ehre, Österreich dort vertreten zu dürfen“, sagt er.
Dass die Paralympics größer werden als alles, was er bisher aus dem Weltcup kennt, ist ihm bewusst. „Teil dieses Teams zu sein, macht mich wirklich stolz. Das ist ein großer Meilenstein für mich – das ist die Veranstaltung schlechthin.“
Zum nordischen Wintersport hatte Egger-Riedmüller schon lange eine Verbindung – zunächst als Fan. Sein Cousin war Nordischer Kombinierer, der Wintersport gehörte also von klein auf dazu. Vor fünf Jahren stand er selbst erstmals auf Langlauf-Skiern – mit ausgeborgtem Material. „Ich habe eine Ausdauersportart für den Winter gebraucht.“
Der entscheidende Schritt in Richtung Paralympics kam vor drei Jahren über seinen Beruf beim Zoll. Dort wurde er auf den Para-Sport aufmerksam und lernte Tobias Eberhard kennen, der selbst Olympia-Teilnehmer war und heute sein Trainer ist. Aus ersten Trainingseinheiten entwickelte sich rasch ein ambitioniertes Projekt – mit dem Ziel, sich international zu messen.
Fünf Rennen, voller Fokus
In Tesero warten gleich fünf Medaillenchancen auf den Tiroler. Die ersten beiden Bewerbe im Biathlon stehen direkt zu Beginn der Spiele am Programm, danach geht es darum, optimal zu regenerieren, um in den weiteren Rennen wieder voll angreifen zu können.
Große Ansagen sucht man beim 29-Jährigen vergebens: „Ziele hat man immer. Reden möchte ich noch nicht darüber. Ich habe mir vorgenommen, mein Bestes zu geben.“
„Am Ende ist es ein Langlauf- oder Biathlon-Rennen“
Was ihn bei seinen ersten Spielen erwartet? „Drei Biathlon- und zwei Langlauf-Rennen – so gehe ich das auch an“, sagt er grinsend. Das sportliche Kerngeschäft kennt er, das Drumherum wohl weniger. „Ich glaube, das unterschätze ich aktuell noch ein bisschen.“
Für genau diese Momente holt er sich Rat bei jenen, die wissen, wie Paralympics funktionieren. „Tipps und Tricks hole ich mir einfach von Markus Salcher“, lacht er.






































