Fotocredit: ©ÖPC/Johannes Friedl
Die letzte Abfahrt
„Nein, das wird nie zur Routine“, sagt Markus Salcher vor seinen fünften und letzten Paralympischen Winterspielen. „Es ist einfach schön, wieder dabei zu sein. Und cool, dass ich es immer geschafft habe.“ MILANO CORTINA wird der letzte Auftritt bei Paralympischen Winterspielen für den Kärntner sein. Schon im Sommer hat er für sich entschieden: Es ist der richtige Zeitpunkt, die Karriere auf der größten Bühne zu beenden. „Ich habe alles erreicht. Ich hoffe, dass ich zufrieden abschwingen kann.“
Noch einmal Tofana
Dass seine letzte Abfahrt ausgerechnet auf der Tofana stattfinden wird, passt ins Bild. Eine anspruchsvolle, schnelle Strecke – eine, auf der man die Schwünge exakt treffen muss. „Es ist zwar nicht meine Lieblingsstrecke, aber ich kenne die Tofana gut“, sagt Salcher. „Gerade in der Abfahrt ist alles drinnen.“
Die Saison verlief bis dato nicht ganz reibungslos, „ich hatte ein bisschen zu kämpfen“. Doch wer Salcher kennt, weiß: Wenn es zählt, kann er liefern. „Ich hoffe, dass ich am Tag X ready bin und die Leistung abrufen kann.“ Und diesmal wird es besonders. Die Region rund um Cortina liegt nahe an seiner Kärntner Heimat. Mehr als sonst werden zuschauen kommen – eine Busreise mit 45 Personen ist organisiert. Eltern, Verwandte, Freunde. „Das wird richtig fein“, sagt Salcher, für den es am 7. März zum allerletzten Mal aus einem Abfahrts-Starthaus geht.
Das Paralympics-Flair lässt ihn auch bei Teilnahme Nummer fünf nicht kalt: „Es war immer cool, bei Paralympics dabei zu sein – und ich glaube, MILANO CORTINA wird mich auch nicht enttäuschen.“ Der Teamspirit spielt dabei eine zentrale Rolle. „Es ist wichtig, einen Teamgeist zu haben. Für die Zeit der Spiele macht das vieles einfacher.“ Dass es sein letzter Antritt ist, verleiht allem noch einmal zusätzliche Bedeutung. „Ich würde nichts anders machen. Es war eine schöne Reise auf der ich so vieles erleben durfte.“
Und sein Ziel für „die letzte Abfahrt“? Zufrieden sein: „Zufriedenheit drückt sich nicht durch Medaillen aus – aber Medaillen sind natürlich das Ziel.“
Wichtiger Wissenstransfer
Als einer der Erfahrensten im Team weiß Salcher, was Paralympische Spiele bedeuten. Den Jüngeren gibt er einen klaren Rat mit: „Wichtig ist, an sich zu glauben. Das Ganze Step by Step angehen, realistische Ziele setzen – und sich selbst auf diesem Standard halten.“
Für ihn selbst geht es nun noch einmal darum, genau das umzusetzen. Schritt für Schritt. Schwung für Schwung. Bis zur letzten Abfahrt.






































