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Der Gold-Hattrick ist perfekt
Rot-weiß-rote Festspiele bei den Paralympischen Winterspielen MILANO CORTINA 2026: Veronika Aigner gewinnt mit Guide Eric Digruber in der sehbehinderten Klasse auch den Riesentorlauf und macht damit den Gold-Hattrick perfekt. Für die Niederösterreicherin ist es bereits die vierte Medaille auf der Tofana – die dritte in Gold. Ebenfalls Grund zum Jubeln gab es für Elina Stary, die gemeinsam mit Guide Stefan Winter wie schon in der alpinen Kombination Bronze holte.
Den Grundstein für den nächsten Triumph legte Aigner schon im ersten Durchgang. Mit einem Riesen-Vorsprung von 3,02 Sekunden ging es für die 23-Jährige in den zweiten Durchgang. Stary und erste Verfolgerin aus Durchgang eins – die Italienerin Chiara Mazzel – legten jeweils eine Laufbestzeit hin und übten Druck auf Aigner aus.
Diese ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen: Mit einem kontrollierten Lauf brachte sie ihren Vorsprung souverän ins Ziel und gewann am Ende mit 2,56 Sekunden Vorsprung. „Im ersten Durchgang haben wir richtig angedrückt, da ist es manchmal schon eng geworden. Der zweite Durchgang war ein Safety-Run, den wir nicht 100%ig optimal erwischt haben. Aber das ist wie in der Schule: Wenn man einen ‚Einser‘ im Zeugnis hat, fragt auch niemand nach dem ‚Fünfer‘ bei der Schularbeit“, scherzt Aigner nach ihrem nächsten Gold-Coup. Es war die erste Medaille mit Guide Eric Digruber: „Es ist für mich ein komplett anderes Feeling. Eric hat mich extrem gepusht – wir haben gemeinsam die Goldmedaille gemacht, und dafür bin ich ihm sehr dankbar.“ Den Dank gibt Digruber sofort zurück: „Ich bin sehr glücklich, wie alles aufgegangen ist. Ich war schon nach dem ersten Durchgang happy – jetzt umso mehr. Ich bin einfach froh, dass ich gefragt wurde.“
Von Medaillen-Überdrüssigkeit ist bei Aigner auch nach vier Medaillen noch keine Spur: „Wenn man schon so auf Kurs ist, will man nicht locker lassen. Im Slalom werden wir noch einmal zwei Durchgänge ‚runterhatzen‘ und dann sehen wir, was herauskommt.“
Bronze, die Zweite
Für Elina Stary ist es nach Bronze in der alpinen Kombination bereits die zweite Bronzemedaille bei diesen Paralympics: „Ich freue mich sehr, das ist richtig cool. Es waren zwei solide Läufe, darauf können wir aufbauen“, so die 19-Jährige. Am Samstag wartet mit dem Slalom ihre Spezial-Disziplin: „Wenn wir unsere Leistungen aus dem Training runterbringen, ist viel möglich.“
„Zwei große Töchter“
Es sind die Medaillen Nummer neun und zehn für das Paralympic Team Austria. ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat zieht eine Zwischenbilanz: „Das war heute unglaublich spannend – und es war wieder bewegend die Bundeshymmne zu hören. Für uns ist klar: Veronika und Elina sind zwei große Töchter!“






































