Fotocredit: ©ÖPC/GEPA-Pictures
Aigner und Salcher tragen die Fahne bei der Eröffnungsfeier
Am Freitag werden die XIV. Paralympischen Winterspiele MILANO CORTINA 2026 (6. bis 15. März) feierlich eröffnet. Die Opening Ceremony findet in der Arena di Verona statt, als österreichisches Fahnen-Duo fungieren Veronika Aigner und Markus Salcher. Da beide tags darauf in der Abfahrt an den Start gehen, werden sie nicht in Verona anwesend sein, sondern aus Cortina zugeschaltet.
Im Zuge der Ankunft im Paralympischen Dorf in Cortina am Sonntag informierte ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber die beiden Para-Ski-Asse. Veronika Aigner trägt zum ersten Mal die österreichische Fahne, für Markus Salcher ist es nach der Eröffnung in PEKING 2022 das zweite Mal.
„Wir fragen stets die erfolgreichsten Athlet:innen im Team, ob sie diese Aufgabe übernehmen wollen. Veronika und Markus haben beide zugesagt, weil sie nicht extra nach Verona fahren müssen, sondern die Aufgabe in Cortina übernehmen können“, sagt ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber.
Die Fahrtzeit von knapp drei Stunden pro Richtung aus Cortina nach Verona wäre am Abend vor der Abfahrt nicht zumutbar gewesen. Auch deshalb werden die Athlet:innen, ähnlich wie bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele, aus den Clustern ins TV-Bild zugeschaltet. „Als Petra mich gefragt hat, war ich zuerst überrascht. Ich wusste nicht, dass es möglich ist, die Fahne in Cortina zu tragen“, erzählt Veronika Aigner, zweifache Goldmedaillengewinnerin in Peking. „Es ist eine große Ehre, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen.“
Tipps kann sie sich von Schwestern Barbara holen, die vor vier Jahren bei der Eröffnung die Fahne trug und inzwischen ihre Para-Ski-Karriere beendet hat. Ihr Partner in Peking: Markus Salcher, der bei seinen letzten Paralympischen Winterspielen erneut Fahnenträger ist. „Das ist ein schöner Abschluss meiner paralympischen Reise. In Peking war aufgrund der Pandemie alles etwas anders, daher freue ich mich schon. Richtiger Einmarsch in ein gefülltes Stadion wird es zwar keiner, aber sie haben sich bestimmt etwas Cooles überlegt.“
Kleine ÖPC-Abordnung, kein Boykott
Die Arena di Verona, ein knapp 2.000 Jahre altes Amphitheater und Schauplatz der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele, wurde eigens für die Paralympics-Eröffnungsfeier barrierefrei umgebaut. Aufgrund der großen Distanz zu Cortina werden maximal vier Athlet:innen und zwei Betreuer:innen des Paralympic Team Austria an der Eröffnungsfeier in Verona teilnehmen. Die ÖPC-Führung um Präsidentin Maria Rauch-Kallat und Generalsekretärin Petra Huber wird nicht vor Ort sein.
Sechs Nationen haben angekündigt, die Zeremonie zu boykottieren. Dazu zählen die Ukraine, Tschechien, Finnland, Polen, Estland und Lettland. Der Grund ist die Paralympics-Teilnahme sechs russischer sowie vier belarussischer Athlet:innen unter eigener Flagge per Wildcard.
Bei der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Committees (IPC) wurde Ende September 2025 per Wahl entschieden, die Nationalen Paralympischen Committees von Russland und Belarus wieder vollständig aufzunehmen. Das Österreichische Paralympische Committee (ÖPC) stimmte mit zahlreichen anderen nationalen Komitees gegen eine Wiederaufnahme der beiden Nationen, blieben allerdings in der Minderheit. Das ÖPC sprach sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stets gegen eine Paralympics-Teilnahme der beiden Nationen aus.
„So schwer es ist, liegt unser Fokus auf den sportlichen Bewerben. Bei Boykotts hat die Vergangenheit gezeigt, dass sie dem Sport nicht dienen. Die Entscheidung bei der Abstimmung in der IPC-Generalversammlung bleibt für uns weiterhin schwer nachvollziehbar, dennoch müssen wir sie als Demokrat:nnen akzeptieren“, so ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat und ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber.






































