Fotocredit: ©Ski Austria/Derganc
Aigner-Show trotz Funkausfall
Am Mittwoch fand im Rahmen des Para-Ski-Weltcups in Saalbach die zweite Abfahrt statt. In der Sehbehinderten-Wertung waren es wie schon am Vortag die Aigner-Geschwister, die das Starterfeld dominierten.
Bei den Herren setzte sich Johannes Aigner mit Guide Nico Haberl erneut vor dem Italiener Giacomo Bertagnolli mit 1,28 Sekunden Vorsprung durch. Auf Platz drei landete der Engländer Neil Simpson (+2,29sek). Die Leistung von Aigner und seinem Guide ist umso höher einzuordnen, da bereits beim dritten Tor die Funkverbindung von Guide Haberl zu Aigner ausfiel. Wichtige Anweisungen, die der Guide dem Läufer während der Fahrt normalerweise gibt, fallen somit weg und die Fahrt muss komplett umgestellt werden, wie Aigner im Ziel schildert: „Das ist wirklich blöd, wenn sowas passiert. Gott sei Dank haben wir das schon das ein oder andere Mal im Training durchgespielt, deshalb haben wir in der heutigen Situation auch richtig reagiert. Wir haben geschaut, dass wir den Abstand zwischen uns so gering wie möglich halten, damit ich Nico und seine Linie besser sehe. Zusätzlich zu dem dreht sich Nico öfter um und schaut, wie ich unterwegs bin. Darauf kann er die Geschwindigkeit entweder erhöhen oder verringern. Alles in allem sind wir wirklich zufrieden, dass es so geklappt hat heute. Wir haben uns stellenweise im Vergleich zu gestern steigern können und freuen uns jetzt schon so richtig auf die beiden Super-Gs“, so der Ausnahmekönner.
Bei den Damen gewinnt Veronika Aigner mit Guide und Schwester Elisabeth mit 3,12 Sekunden Vorsprung vor der Koreanerin Sara Choi. Platz drei geht wie schon gestern an die Slowakin Alexandra Rexova (+4,55sek). Auch für die Fahrt von Veronika Aigner sowie Guide Elisabeth waren die Vorzeichen alles andere als optimal. Trotzdem brachten die beiden einen soliden Lauf ins Ziel: „Ich habe mir beim Besichtigen mein Knie etwas beleidigt, das habe ich am Start und auch während dem Rennen noch ziemlich gespürt. Heute ist auch der Respekt sehr groß gewesen, gestern wäre ich bei drei Passagen fast gestürzt. Das auszublenden ist mir heute nicht so gut gelungen. Die Kombination aus den beiden Sachen hat es heute nicht leicht gemacht. Aber wir sind trotzdem vorne geblieben, das ist schon cool und jammern auf hohem Niveau“, so Aigner.
Pajantschitsch sorgt für Spitzenresultat bei den stehenden Herren
Bei den stehenden Herren sorgt Nico Pajantschitsch als Vierter ebenso für ein Spitzenergebnis. Dem Kärntner fehlen nur 54 Hundertstelsekunden aufs Podest, dementsprechend groß war die Freude: „Es war nicht leicht heute, die Verhältnisse waren heute härter als gestern. Ich habe mich aber super drauf eingestellt und mir ist die Fahrt richtig gut gelungen. Es ist seit über drei Jahren die beste Platzierung, das macht mich schon stolz. Es hat sich die Saison schon abgezeichnet, ich fühle mich richtig wohl“, so Pajantschitsch.
Das weitere Programm in Saalbach:
Freitag, 16.1.2026
11.0 Uhr: 1. Super-G
Samstag, 17.1.2026
11.00 Uhr: 2. Super-G




































