Fotocredit: ©ÖPC/GEPA-pictures
ÖPC-Generalversammlung mit klarer Botschaft für Gleichstellung
Rückblick, Ausblick und ein starkes Bekenntnis zur weiteren Gleichstellung des paralympischen Sports: Am Donnerstag fand im Vienna Marriott Hotel die Generalversammlung des Österreichischen Paralympischen Committees (ÖPC) statt. Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt stattete der paralympischen Familie einen Besuch ab, Präsidentin Maria Rauch-Kallat und Generalsekretärin Petra Huber berichteten über die vergangenen beiden Jahre und die erfolgreichen Paralympischen Winterspiele MILANO CORTINA 2026.
Nach der Eröffnung durch ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat und einer Trauerminute für die in den vergangenen beiden Jahren verstorbenen Wegbegleiter:innen begrüßte das ÖPC mit Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt einen besonderen Gast.
„Ich freue mich sehr, hier zu sein. Nach diesem Winter komme ich besonders gerne zu euch. Ich war bei der Farewell-Party in Wien, aber vor allem auch in Cortina vor Ort. Ich bin davon überzeugt: Wenn man für den Sport zuständig ist, sind die Paralympics ein Pflichttermin. Es war aber weit mehr als das, es war eines meiner sportlichen Highlights. Die Stimmung vor Ort, die Spannung bei den Bewerben, das gemeinsame Mitfiebern, die professionelle Arbeit der Athlet:innen und des ÖPC-Teams. Es waren sehr erfolgreiche Spiele für Österreich. Beeindruckt hat mich die Selbstverständlichkeit, mit der Spitzensport auf höchstem Niveau betrieben wird“, sagte Schmidt.
Diese Selbstverständlichkeit müsse auch über die Paralympischen Spiele hinaus zum Maßstab werden. „Die Paralympischen Spiele sollten denselben Stellenwert wie Olympische Spiele haben, dieselbe Sichtbarkeit, dieselben Rahmenbedingungen. Gleichstellung darf nicht davon abhängen, ob gerade Paralympics stattfinden, das muss der Anspruch an uns sein. Wir müssen Inklusion dort verankern, wo Sport jeden Tag stattfindet – in Verbänden und Vereinen. Barrieren müssen abgebaut werden, Menschen mit Behinderung müssen den gleichen Zugang zu Sport haben – im Breitensport und Spitzensport.“
Schmidt betonte zudem die Bedeutung des Para-Sports innerhalb der österreichischen Sportlandschaft: „Wir sprechen hier nicht über eine Nische, sondern über Spitzensport, über unglaubliche Leistungen, Athlet:innen, die Österreich international vertreten. Ich möchte mich beim gesamten ÖPC-Team bedanken, dass hier einiges weitergeht. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und darauf, dafür zu sorgen, dass die Gleichstellung der Olympischen und Paralympischen Spiele weiter vorangetrieben wird. Was ich dafür tun kann, werde ich tun.“
Laufende Tätigkeiten und MILANO CORTINA
Rauch-Kallat bedankte sich für die Unterstützung von oberster politischer Ebene und hob zugleich die gute Zusammenarbeit mit den Partner:innen und Unterstützer:innen des ÖPC hervor.
In ihrem Tätigkeitsbericht blickte die ÖPC-Präsidentin auf die vergangenen beiden Jahre zurück. Thematisiert wurden unter anderem Initiativen zur Geschlechtergleichheit und zum Safeguarding sowie die Nachwuchsarbeit mit den Talent Days und dem Jugendcamp.
Ein Schwerpunkt lag naturgemäß auf den Paralympischen Winterspielen MILANO CORTINA 2026. Rauch-Kallat ließ dabei noch einmal die intensive Vorbereitung mit Partnerworkshop, Kollektionspräsentation, Einkleidung, Pressekonferenz und Farewell Revue passieren und zog Bilanz über die erfolgreichen Spiele mit 13 Medaillen.
ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber berichtete anschließend über die laufende Arbeit des Committees. Dazu zählen unter anderem Themen wie Klassifizierung, die Zusammenarbeit mit Athlet:innen und internationalen Organisationen sowie zahlreiche Projekte und Veranstaltungen im Para-Sport.
Auch sie blickte noch einmal auf MILANO CORTINA 2026 zurück – insbesondere auf das Österreich-Haus sowie die Kommunikations- und Medienarbeit rund um die Spiele. Gleichzeitig richtet sich der Fokus bereits auf die Paralympischen Spiele LOS ANGELES 2028.
Markus Salcher verabschiedet
Nach den Berichten von Finanzreferent Christoph Schäffer, Wirtschaftsprüfer und Rechnungsprüfer wurde der Vorstand von der Generalversammlung einstimmig entlastet.
Darüber hinaus wurden zwei aufgrund gesetzlicher Änderungen notwendige Statutenänderungen beschlossen. Die Anti-Dopingbestimmungen wurden an den neuen WADA-Code angepasst, zudem erfolgte eine Änderung im Zusammenhang mit der Spendenbegünstigung und der Beendigung des Vereins. Für beide Änderungen war eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich, beide wurden einstimmig angenommen.
Zum Abschluss der Generalversammlung richtete das ÖPC noch einen besonderen Dank an Markus Salcher. Der dreifache Paralympicssieger hat im Frühjahr seine aktive Karriere beendet, bleibt dem paralympischen Sport jedoch unter anderem als Mitglied des Sportlerbeirats verbunden.
„Danke für die zahlreichen Jahre, die ich mit dem ÖPC verbringen durfte. Es war richtig schön. Danke an Maria und Petra, dass ihr euch für den Para-Sport einsetzt, für Medienpräsenz sorgt, aber auch immer ein offenes Ohr für die Athlet:innen habt“, sagte Salcher und sorgte so für einen emotionalen Schlusspunkt.







































