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Sechs Finalteilnahme und Rekorde bei historischer Premiere
Zum ersten Mal in der Geschichte waren Österreichs beste Schwimmer:innen mit und ohne Behinderung gemeinsam bei Europameisterschaften im Einsatz. Janina Falk, Andreas Ernhofer und Andreas Onea sorgten bei den European Aquatics Championships 2026 in Paris für eine historische Premiere – und überzeugten auch sportlich. Das österreichische Para-Trio erreichte in allen sechs Starts das Finale, Ernhofer und Falk stellten zudem neue österreichische Rekorde auf.
Was im Vorfeld als wichtiger Meilenstein für den österreichischen Para-Sport bezeichnet worden war, wurde im Olympic Aquatics Centre in Saint-Denis Realität. Erstmals gehörten österreichische Para-Schwimmer:innen bei Europameisterschaften gemeinsam mit den nicht behinderten Schwimmer:innen zum OSV-Team. Falk, Ernhofer und Onea gingen jeweils über 50 und 100 Meter Freistil an den Start und qualifizierten sich in beiden Bewerben für das Finale.
Ernhofer mit österreichischem Rekord
Für das sportliche Highlight aus österreichischer Sicht sorgte Ernhofer. Der Niederösterreicher, dessen eigentliche Paradedisziplin das Brustschwimmen ist, hatte vor der EM angekündigt, auch im Freistil „volle Attacke“ schwimmen zu wollen – und setzte dieses Vorhaben eindrucksvoll um.
Über 100 Meter Freistil schlug Ernhofer im Vorlauf nach 1:33,57 Minuten an und qualifizierte sich für das Finale. Dort legte der Schwimmer der Klasse S4 noch einmal deutlich zu: In 1:30,59 Minuten blieb er fast drei Sekunden unter seiner Vorlaufzeit, stellte einen neuen österreichischen Rekord auf und belegte Rang sieben.
Auch über 50 Meter Freistil gelang Ernhofer der Finaleinzug. Nach 43,24 Sekunden im Vorlauf steigerte er sich im Endlauf auf 41,92 Sekunden und schwamm erneut auf den siebenten Platz. Damit verbesserte er sich bei beiden EM-Starts im Finale deutlich gegenüber dem Vorlauf.
Falk Fünfte mit Rekord
Falk sorgte mit Rang fünf für die beste österreichische Platzierung der Para-Bewerbe. Die 23-Jährige aus der Klasse S14 zeigte über 100 Meter Freistil bereits im Vorlauf eine starke Leistung und zog in 1:04,24 Minuten als Sechste in den Endlauf ein. Dort steigerte sie sich, stellte mit 1:03,94 einen neuen österreichischen Rekord auf und belegte Rang fünf.
Auch über die 50 Meter Freistil schaffte Falk den Sprung ins Finale. Nach 29,52 Sekunden und Rang sieben im Vorlauf schlug sie im Endlauf nach 29,67 Sekunden an und bestätigte damit den siebenten Platz.
Damit erfüllte sich für Falk auch ihr vor der EM formuliertes Ziel. „Ich würde mich sehr über einen Platz im Finale freuen“, hatte sie vor dem ersten Start erklärt. Am Ende standen sogar zwei Finalteilnahmen und mit Rang fünf über 100 Meter Freistil ein Spitzenresultat zu Buche.
Onea zweimal im Finale
Auch Onea war bei beiden Starts im Endlauf vertreten. Über 100 Meter Freistil schwamm der Paralympics-Bronzemedaillengewinner in 1:08,39 Minuten ins Finale. Dort belegte der Schwimmer der Klasse S8 in 1:09,26 Minuten den achten Rang.
Über die 50-Meter-Distanz benötigte Onea im Vorlauf 31,23 Sekunden. Im Finale folgten 31,30 Sekunden und erneut eine Top-Acht-Platzierung: Onea beendete den Bewerb auf Rang acht.
Für den langjährigen Para-Schwimmer hatte die EM-Premiere schon im Vorfeld eine Bedeutung, die weit über Ergebnisse und Platzierungen hinausging. „Dort, wo die besten Sportlerinnen und Sportler Europas antreten, sollte auch der Para-Sport selbstverständlich vertreten sein. Diese gemeinsame Bühne ist ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung“, hatte Onea vor der EM betont.
Sechs Starts, sechs Finalteilnahmen
Die Bilanz der historischen Premiere kann sich sehen lassen: Sechs Einzelstarts brachten sechs Finalteilnahmen, fünf Top-8-Platzierungen, als bestes Ergebnis Rang fünf durch Janina Falk sowie einen österreichischen Rekord durch Andreas Ernhofer.
Mindestens ebenso bedeutend wie die Resultate war in Paris aber die gemeinsame Bühne. Falk, Ernhofer und Onea waren die ersten österreichischen Para-Schwimmer:innen, die bei Europameisterschaften gemeinsam mit den nicht behinderten Athlet:innen des OSV an den Start gingen. Damit wurde im Olympic Aquatics Centre ein neues Kapitel in der Geschichte des österreichischen Schwimmsports aufgeschlagen.







































