Startseite » News » Salcher: „Diese Ehre wird nur wenigen zuteil“

Im Sommer-Talk spricht Markus Salcher über die laufende Vorbereitung, die geplatzte Graz-Bewerbung und Ziele für 18/19.

Markus Salcher befindet sich mitten in der Vorbereitung auf die Saison 2018/19. Wie das Sommer-Training läuft, welche Ziele er verfolgt, wie er das Olympia-Aus für Graz sieht und welche besondere Ehre ihm zuteilwurde, verrät der 27-jährige Kärntner im Interview:

Wie geht es dir? Wie läuft der Sommer?

Markus Salcher: Das Training läuft gut, auch nebenbei sind einige Dinge passiert. In Velden wurde auf der Starmeile mein Handabdruck verewigt, das war ganz besonders. Die Aktion wurde 2014 ins Leben gerufen, bis jetzt sind erst acht „Berühmtheiten“ verewigt. Matthias Mayer, Anna Gasser und ich kamen jetzt dazu, wir sind die ersten Sportler. Die Gemeinde sucht alle zwei Jahre Kärntner Persönlichkeiten, diesmal lag der Fokus auf dem Sport. Als erfolgreichster Paraolympionike wurde ich ausgewählt – es ist schön, dass an uns gedacht wird. Diese Ehre wird nur wenigen zuteil.

Du hast mit Nico Pajantschitsch und Martin Würz trainiert, wie kommt es dazu und wie wichtig ist es sich mit Kollegen zu messen?

Salcher: Im Olympiazentrum Klagenfurt sind wir voll in die Trainingsgruppe integriert, das sind alles Wintersportler. Großteils Snowboarder und Skifahrer, wir trainieren zweimal täglich. Die Wochenenden frei bzw. können selbst gestaltet werden, ich trainiere samstags auch. Wir sind sehr gut betreut, das hat System. Jeden Montag werden Messungen vorgenommen, wie fit man ist und die Woche trainieren sollte. Auch die Krafttests und weitere Untersuchungen, das ist professionell und schaut sehr gut aus. Dass Nico und Martin dabei sind ist cool, gemeinsames Ausdauertraining mit den Kollegen macht es etwas erträglicher. (lacht)

Wie hast du das Aus der Grazer Bewerbung für 2026 miterlebt?

Salcher: Ich wäre 2026 34 Jahre alt gewesen und hätte dort gerne meine Karriere beendet. Leider wurde es nichts. Ich denke schon, dass die regionale Politik dahintergestanden ist, die landesweite Politik die Chance aber nicht erkannt hat. Ich war bei zahlreichen Vorbereitungsveranstaltungen, alle Beteiligten waren motiviert. Das Konzept hatte Hand und Fuß. Die Art und Weise wie es beendet wurde war seltsam, ich würde sagen typisch österreichisch. Nägel mit Köpfen machen ist nicht unsere Stärke.

Wie lautet dein weiterer Fahrplan bis zum Saisonstart? Wann geht es wieder auf Schnee?

Salcher: In der 2. September-Woche sind wir in Saas-Fee, das ist der Ersatzkurs für Chile. Eigentlich sollten wir dort hin, aber das Budget ist recht knapp, und wir haben noch keinen Cheftrainer verpflichtet. Mal schauen, ob der neue Trainer dann in Saas-Fee schon dabei ist. Es ist etwas unglücklich, so zu starten. Ich habe lieber einen kommoderen Start, als gleich mit einem intensiven Trainingslager. Deshalb werde ich schon im August auf den Mölltaler Gletscher gehen, um nicht von 0 auf 100 starten zu müssen. Der Herbst wird hoffentlich frisch mit viel Schnee auf den heimischen Bergen, dann schaut es gut aus.

Welche Ziele hast du für den kommenden Weltcup-Winter?

Salcher: Im Weltcup möchte ich eine Rolle spielen. Vor allem in den einzelnen Rennen und den Disziplinen-Weltcups. Mit dem Gesamtweltcup wird es schwer, weil nicht viele Speed-Rennen auf dem Programm stehen. Es steht auch eine WM an, die hat Priorität. Dort möchte ich um die Medaillen mitkämpfen.

 

Markus Salcher bei der ÖSV-Sommer-Einkleidung mit Roman Rabl (links) und Thomas Grochar (mitte).

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