Karriereende: Pototschnig hängt Spikes an den Nagel

Aus. Schluss. Vorbei. Alexander Pototschnig beendet überraschend und im Alter von 23 Jahren seine Karriere. Die Entscheidung fiel dem Sprinter nicht leicht.

„Sport und Beruf waren in den letzten Wochen und Monaten einfach nicht mehr unter einen Hut zu bekommen“, erzählt der ehemalige Junioren-Weltmeister, dessen Gefühlslage sich aktuell noch irgendwo zwischen Erleichterung und Enttäuschung bewegt.

„Es war einfach zu viel für mich, die ganze Situation nicht mehr tragbar. Weder für den Sport und das Training, noch für den Job. Deshalb fiel die Entscheidung, mit dem Leistungssport aufzuhören und mir neue berufliche Ziele zu stecken.“

Als Servicetechniker bei Ottobock ist Pototschnig am Standort Wien für die oberen Extremitäten und also Armprothesen zuständig. Servicieren, reparieren, verbessern. „Ich bin für ausgewählte Produkte, Schulung und Zertifizierung zuständig, arbeite darüber hinaus aber auch eng mit der Entwicklungsabteilung zusammen. Wir schauen, dass wir Fehler aus- und Bauteile verbessern“, möchte er sich künftig noch mehr in diese Richtung entwickeln und orientieren.

Durch seinen Beruf wird er aber natürlich auch dem Sport erhalten bleiben. „Ich bin durch mein Karriereende ja nicht komplett weg. Über die Jahre haben sich Freundschaften entwickelt, die bleiben natürlich bestehen.“

Und dann sind ja da auch noch die Erinnerungen. Vor allem an die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 in London. „Das war der größte Wettkampf in meiner Karriere. Ein Stadion voller Menschen, ich war am Höhepunkt meiner Leistung und bin Bestzeiten gelaufen, die immer noch stehen. Unvergesslich!“

Einziger Wermutstropfen: Dass er seinem Lebenslauf den Start bei den Paralympischen Spielen nun nicht mehr hinzufügen wird. „Das ist natürlich traurig, weil es immer mein Ziel war, da dabei zu sein. Aber ich werde dem österreichischen Team jedenfalls die Daumen drücken!“

 

Fotocredit: (c) ÖBSV/MarkusFrühmann/Stefan Voitl

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