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Im Sommer 2020 werden alle Augen auf Tokio gerichtet sein. Zwei Wochen nach den Olympischen Spielen steigen in der japanischen Millionen-Metropole von 25. August bis 6. September die XVI. Paralympics. 4.400 Athletinnen und Athleten aus 165 Ländern werden beim drittgrößten Sportereignis der Welt – hinter Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften – erwartet. In 22 Sportarten und 540 Bewerben wird um Medaillen gekämpft. Im Vergleich zu den Paralympischen Spielen 2016 in Rio wurde das Programm leicht adaptiert. Badminton und Taekwondo werden ihr paralympisches Debüt feiern, Segeln und Fußball 7-a-side werden nicht mehr vertreten sein.

Laut Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), wird das wachsende Bewusstsein für den paralympischen Sport und die Para-AthletInnen in Japan durch Verbesserungen der Transportinfrastruktur erhöht. Bereits jetzt sei ein deutlich erhöhtes Zuschauerinteresse spürbar, der Ticketverkauf verläuft besser als gedacht. All dies verändert nach Ansicht von Parsons langsam die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Behinderungen in der Bevölkerung. „Die Paralympics in Tokio 2020 sind eine einmalige Gelegenheit, Japan für immer zu verändern, und in einem Jahr werden wir sehen, dass diese Transformation beginnt“, blickt Parsons gespannt auf die Paralympics.

 

Inklusion wird vorangetrieben

In Bezug auf die Verkehrsinfrastruktur hat Tokio die Barrierefreiheit vor den Spielen erheblich verbessert. Der Haneda-Flughafen der Stadt wurde kürzlich zum weltbesten Flughafen für Personen mit eingeschränkter Mobilität und barrierefreien Einrichtungen gekürt.  Fast 90 Prozent der Bahnhöfe und Flughafenterminals sind ebenerdig, bei Busterminals sind es fast 94 Prozent. Ziel ist es, dass zum Zeitpunkt der Spiele alle Verkehrsknotenpunkte zu 100 Prozent erreichbar sind. Neben der Verbesserung der Infrastruktur hat die Anzahl der barrierefreien Züge und Niederflurbusse in den letzten Jahren erheblich zugenommen, wobei die Spiele als Katalysator fungierten.

„In Tokio sieht man, welche positiven Auswirkungen Paralympische Spiele für eine Stadt und eine Region haben können. Die Gesellschaft in Japan wird durch die Spiele einen Schritt inklusiver“, sagt ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat.

„Unendlichkeits-Symbol“, wobei das Dorf für die AthletInnen an der Verbindung der beiden Zonen liegt. Das Symbol der „Unendlichkeit“ verkörpert die grenzenlose Leidenschaft und die Inspiration der SportlerInnen, das unbegrenzte Potenzial zukünftiger Generationen und das bleibende Vermächtnis, das an die Menschen in Tokyo, Japan und der ganzen Welt weitergegeben wird.

 

Nachhaltigkeit spielt große Rolle

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in den Planungen der Spiele eine große Rolle. So werden etwa die Medaillen aus recyceltem Elektromüll hergestellt. Während bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio rund 30 Prozent der Silber- und Bronzemedaillen aus recycelten Materialien stammten, werden 2020 in Tokio 100 Prozent der Gold-, Silber- und Bronzemedaillen aus recyceltem Elektronikschrott hergestellt.

Das als „Tokyo 2020 Medal Project“ bezeichnete Recycling-Projekt wurde im April 2017 in Japan gestartet. Bis Ende März 2019 wurden mehr als 47.488 Tonnen weggeworfener und veralteter Smartphones, Digitalkameras und Laptops von der japanischen Öffentlichkeit sowie von Unternehmen und Branchen gesammelt und gespendet. Auch einige paralympische Athletinnen und Athleten haben die Initiative unterstützt, indem sie ihre alten Smartphones gespendet haben.

 

Spiele der kurzen Wege

Das Prunkstück der Sportstätten ist das Olympiastadion Tokio, das neue Nationalstadion, das genau an der Stelle des alten gebaut wurde. Dieses hatte als Hauptaustragungsort der Olympischen Spiele im Jahr 1964 Berühmtheit erlangt. Im Nationalstadion sind neben der Eröffnungs- und Schlussfeier auch paralympische Leichtathletik-Wettkämpfe geplant. Rund ein Jahr vor der Eröffnung der Spiele und fast fünf Monate vor dem Abschluss der Arbeiten sind 90 Prozent der Mehrzweck-Arena bereits fertiggestellt. Eine Einweihungsfeier ist für den 21. Dezember geplant. Das Äußere des umgerechnet mehr als 1,2 Milliarden Euro teuren Stadions ist so gut wie fertig, das Stadion-Grün und die Laufbahnen werden noch 2019 eingebaut.

Mit dem nachhaltigen Sportstätten-Konzept konnte Tokio bereits bei der Bewerbung überzeugen, die perfekte Planung und die zeitgerechte Umsetzung bringen zusätzliche Pluspunkte. Es sollen außerdem Spiele der kurzen Wege werden: Das Gros der Wettbewerbe wird innerhalb von acht Kilometern um das Paralympische Dorf ausgetragen werden, nur wenige Sportstätten sind außerhalb angesiedelt.

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